(Foto: © Interconnection Consulting)

Europäischer Markt für Sandwichpaneele zeigt Anzeichen einer Erholung

Nach zwei Jahren rückläufiger Entwicklungen beginnt der europäische Markt für Sandwichpaneele wieder zu wachsen.

Angetrieben wird diese Erholung des Marktes für Sandwichpaneele durch eine Zunahme von Renovierungsprojekten sowie ein solides Niveau an Neuinvestitionen im Jahr 2025. Laut der Studie "IC Market Tracking – Sandwich Panels" von des Martkforschungsunternehmens Interconnection Consulting blieb das Marktvolumen im Jahr 2025 nahezu stabil (-0,3 Prozent), während der Marktwert um 1,5 Prozent zunahm – ein erstes Signal für eine positive Entwicklung.

Für 2026 wird ein weiteres Wachstum erwartet: das Volumen soll um 2,8 Prozent steigen, der Wert um 5,2 Prozent, unterstützt durch eine stärkere Nachfrage und eine zunehmende Orientierung zu hochwertigeren Lösungen.

Uneinheitliches Wachstum

Das Wachstum in Europa verläuft jedoch uneinheitlich und spiegelt die fragmentierte Erholung des Bausektors wider. Polen verzeichnete mit einem Volumenanstieg von 5,3 Prozent die stärkste Entwicklung, angetrieben durch thermische Modernisierung und strengere Energiestandards. Es folgen die Slowakei (+2,7 Prozent) und die Schweiz (+2,8 Prozent), gestützt durch Renovierungen und stabile Nachfrage.

Im Gegensatz dazu kam es in Österreich aufgrund einer Konjunkturabschwächung im Bauwesen zu einem starken Rückgang (-8,1 Prozent). Deutschland (-2,1 Prozent) und Ungarn (-2,1 Prozent) waren von schwachen Investitionen und Kostendruck betroffen, zeigen jedoch Anzeichen einer Stabilisierung.

Die Nachfrage konzentriert sich weiterhin auf Industrie- und Logistikanwendungen: Lagerhäuser und Produktionsstätten machen 58,1 Prozent des Gesamtvolumens aus und blieben trotz herausfordernder Marktbedingungen stabil. Auch Kühllager erwiesen sich als widerstandsfähige Segmente. Zyklische Sektoren wie Einkaufszentren, Landwirtschaft sowie Gebäude im Gesundheitswesen, Bildungsbereich und Freizeitbereich verzeichneten hingegen Rückgänge, bedingt durch geringere Investitionstätigkeit.

Größtenteils stabile Preise

Zu den wichtigsten Trends zählen die steigende Nachfrage nach energieeffizienten und normgerechten Lösungen, zunehmender Einsatz von Mineralwolle (Anteil von 28,8 Prozent) und die anhaltende Dominanz von PUR/PIR-Platten (69,0 Prozent), was deren starke Leistung in Bezug auf die Dämmleistung widerspiegelt. Die Schwankungen der Stahlpreise wirken weiterhin auf die Produktionskosten, da Stahl über 94,9 Prozent des Verbrauchs an Abdeckmaterialien ausmacht.

Die Preise blieben in Europa größtenteils stabil, mit leichten Steigerungen von etwa 1–2 Prozent. Deutschland verzeichnete einen leichten Rückgang (-1 Prozent), während das Vereinigte Königreich den stärksten Anstieg (+4 Prozent) aufwies. Insgesamt verstärken sich der Wettbewerbsdruck durch stabilisierende Inputkosten und gedämpfte Nachfrage.

Erste Anzeichen einer Stabilisierung

Der europäische Markt ist moderat konsolidiert: Die sechs größten Anbieter halten 48,5 Prozent Marktanteil. Große Konzerne nutzen ihre Größe, während regionale Unternehmen mit Flexibilität und lokaler Nähe punkten. Zu den wichtigsten Akteuren zählen: ArcelorMittal, Brucha, Falk, Gór-Stal, Isolpack, Isopan, Italpannelli, Izopanel, Kingspan, Lattonedil, Marcegaglia, Metecno, Pruszynski, Romakowski, Ruukki, Tata Steel und Trimo.

"Nach zwei Jahren des Rückgangs sehen wir erste Anzeichen einer Stabilisierung. Die Erholung wird schrittweise erfolgen und von Energieeffizienz, strengeren Vorschriften sowie der Notwendigkeit sicherer und nachhaltiger Gebäude getragen", erklärt Robert Lukac, Autor der Studie.

Insgesamt wird erwartet, dass der Markt ab 2026 wieder kontinuierlich wächst und bis 2028 aufgrund von Nachhaltigkeitstrends, regulatorischen Anforderungen und Entwicklungen im Bausektor eine Fläche von über 135,6 Millionen Quadratmetern erreichen wird.


Weitere Informationen: Link zur Studie