(Foto: © Architect@Work)

Die architect@work 2020 steht in den Startlöchern

FASSADE - Aktuell

September 2020

Der 7. und der 8. Oktober 2020 sind für die architect@work in doppelter Hinsicht ein spannendes Datum. Nicht nur, dass in Berlin der Messeherbst 2020 eröffnet wird, so ist es auch die erste Ausgabe der Messe mit neuen Spielregeln.

Viele Events haben eine Pause eingelegt. Nicht so die architect@work, die jetzt erst recht so richtig Gas gibt. Denn man ist bestens vorbereitet, um den Besuchern einen gelungenen Besuch zu ermöglichen.

Auch wenn einiges anders organisiert sein wird oder anders ablaufen muss, so bleibt das Konzept der Veranstaltung sich selbst treu. Die architect@work ergreift ihre Chance, sich als besonderes Messeformat zu beweisen und zeigt einmal mehr, dass das kleine Feine, das nicht auf Masse ausgerichtet ist, durchaus seine außergewöhnlichen Qualitäten hat. Gerade in Zeiten wie diesen.

Spannende Gäste und Ausstellungen

Zu diesen Qualitäten gehört neben dem Wohlfühlambiente für die Besucher wie jedes Jahr auch ein ganzer Reigen spannender Gäste und Ausstellungen. Darunter ist wieder die beliebte Projektschau "selected by world-architects.com", die mit insgesamt 60 Projekten neben herausragender architektonischer Leistungen nun auch die Arbeiten von Lichtdesignern und Interior Designern zeigt.

Damit wird auch der interdisziplinäre Ansatz der international anerkannten Plattform hervorgekommen. Mit der "Fotokollektion selected by world-architects.com", eine Fotoausstellung mit dem Fokus Fassade, ist sie ein weiteres Mal auf der architect@work präsent.

Sonderschau "Umfassend.Fassade"

Doch noch zwei weitere Ausstellungen verführen zum Besuch: Die Sonderschau "Umfassend.Fassade" selected by raumprobe präsentiert in bewährter Art und Betrachtungsweise viel Neues aus der Welt der Gebäudehülle. Die Kunstaustellung "dashed lines by bewegende Architekturmanufaktur" macht das gestrichelte Unsichtbare im Architekturplan sichtbar und lädt zu einer Reise durch hunderte abgehängte Fäden ein, die kaum sichtbar sind und dennoch den Raum bilden.

Wer mal ein bisschen sitzen möchte oder gar Lust hat auf gedankliche Ausflüge in die Welt der Spitzenarchitektur, der kann sich bei einem oder mehreren Vorträgen erholen. Auch die eingeladenen Redner dieser Edition werden wieder den hohen Erwartungen gerecht. So eröffnet gleich am ersten Tag Carla Wilkins von Lichtvision mit ihrem Beitrag "Fassade im Lichtkontext", bei dem sie die Bedeutung von Lichttechnik bei der Tageslichtplanung und in der Architektur herausstellen wird.

Rhetorische Höhepunkte

Sie wird dabei auch die visuellen Medien thematisieren und die Beziehung zwischen Lichtdynamik und Betrachter, aber auch das Zusammenspiel von Kunst- und Tageslicht thematisieren. Über "Paravents" wird Laura Fogarasi-Ludloff von Ludloff Ludloff Architekten referieren. Sie fokussiert auf das Spiel aus Durchsichtigkeit und Verhüllung, mit dem Neugierde geweckt, Unerwartetes entdeckt und neues Terrain erschlossen werden kann.

Die Vortragsreihe des ersten Tages beschließt ein vertrauter Bekannter: Hannes Bäuerle von raumprobe wird wieder zu seiner Materialexkursion Umfassend.Fassade einladen, in der er diesmal einen Blick hinter die Fassade werfen wird, um funktionale Hightech-Fassaden, neue Systemaufbauten und Oberflächen zu entdecken, wobei aber tradierte Materialien nicht zu kurz kommen werden.

Rhetorische Höhepunkte lassen die drei Vortragenden des zweiten Veranstaltungstages erwarten. Als erster meldet sich Tim Edler von realities:united – studio for art and architecture zu Wort und gewährt mit "Interface Architektur" spannende Einblicke in seine hybriden Projekte, die er mit seinem Bruder Jan Edler realisiert. Sie sind geprägt vom Ineinanderfließen von Kunst und Architektur, die teilweise auch nur Ergänzungen zu Bestehendem sind, sich aber im urbanen Kontext mit Raum und soziokulturellen Fragen auseinandersetzen.

Optimistischer Blick in die Zukunft

Martin Murphy von Störmer Murphy and Partners taucht mit dem Auditorium in die Tiefen der Materialwelt. Mit seinem Vortrag "Keramik, Metall, Holz" bringt er die Bedeutung der Materialwahl als planerische Grundsatzentscheidung zum Ausdruck und legt anhand einiger Beispiele offen, was ihn dazu bewegt, die Gebäudehülle als expressives programmatische Statement zu betrachten.

Den Abschluss der Vortragsreihe macht Simona Malvezzi von Kuehn Malvezzi. In ihrem Beitrag "Readymade Architektur" betrachtet sie Architektur als Form des kuratorischen Entwurfs, wobei der kuratorisch vorgehende Architekt bestehende Situationen und Objekte wie Readymades nutzt, um durch Manipulation ihres Kontextes neue Räume zu schaffen. Sie macht dabei darauf aufmerksam, dass es nicht darum geht, das Objekt selbst zu verändern, sondern für Situationen spezifische Lösungen zu finden und für Readymades einen neuen Kontext zu finden.

Ja, es wird anders als sonst. Aber es wird vielleicht noch besser als sonst. Die architect@work lässt sich von einem kleinen Virus nicht irritieren und blickt optimistisch in die Zukunft. So dürfen sich die Fans des einzigartigen Messeformats auch noch auf weitere Ausgaben in diesem Herbst 2020 in Wien, Wiesbaden und Stuttgart freuen.

Weitere Informationen: www.architectatwork.com

Das komplette Rahmenprogramm zum Thema "Fassade & Architektur‘ ist unter http://berlin.architectatwork.de/de/rahmenprogramm-und-vortraege/ abrufbar.

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