R+T 2027: Wo Entscheider, Nachwuchs und Innovation zusammenkommen
Die R+T, Weltleitmesse für Rollladen, Tore und Sonnenschutz, richtet sich mit Handwerksbetrieben, Herstellung, Architektur und Planung an eine breite Fachöffentlichkeit.
Rebecca Marquardt, Kommunikationsmanagerin der R+T, und Flora Sanislo, Managerin Neuproduktentwicklung bei der Messe Stuttgart, erklären, wie sich das Besucherprofil der Weltleitmesse entwickelt, welche Zielgruppen für 2027 besonders im Fokus stehen und warum der Nachwuchs dabei eine besondere Rolle spielt.
RTS: Frau Sanislo, Sie beschäftigen sich intensiv mit der Besucherstruktur der R+T. Wer kommt zur Messe?
Flora Sanislo: Das Bild ist vielfältig. Zwei Drittel der Besucherinnen und Besucher kommen aus der Rollladen- und Sonnenschutzbranche, das ist der Kern. Daneben sind Besucherinnen und Besucher aus Torbau, Fensterbau und Montage- und Servicebetrieben stark vertreten. Was uns besonders freut: 81 Prozent der Besucherinnen und Besucher hatte 2024 eine leitende Position, 2018 waren es noch 76 Prozent. Und 88 Prozent sind an Einkaufs- und Beschaffungsentscheidungen beteiligt. Das ist eine außergewöhnlich hohe Entscheiderquote im Vergleich zu anderen Messen.
RTS: Frau Marquardt, wie spiegelt sich das in der Kommunikation wider?
Rebecca Marquardt: Es bedeutet, dass wir sehr zielgruppengenau kommunizieren müssen. Hinter "der Branche" stehen ganz konkrete Menschen mit ganz konkreten Interessen und Herausforderungen. Ein Rollladen-Handwerksbetrieb hat andere Fragen als ein Fensterbau-Betrieb, der überlegt, ob er sein Leistungsangebot um Sonnenschutz erweitern soll. Und Architektinnen und Architekten denken noch einmal anders. Diese Differenzierung ist uns wichtig. Deshalb setzen wir seit der R+T 2024 verstärkt auf Testimonials, also auf Stimmen aus der Praxis, die direkt von ihren Erfahrungen berichten.
Flora Sanislo: Zwei Drittel der Besucherinnen und Besucher kommen aus der Rollladen- und Sonnenschutzbranche, das ist der Kern. Daneben sind Besucherinnen und Besucher aus Torbau, Fensterbau und Montage- und Servicebetrieben stark vertreten. Foto: © Landesmesse StuttgartRTS: Welche Zielgruppen stehen für 2027 besonders im Fokus?
Rebecca Marquardt: Ein Schwerpunkt liegt auf dem Branchennachwuchs. Wir wollen junge Menschen früh für die Branche begeistern.
Flora Sanislo: Konkret haben wir in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Rollladen + Sonnenschutz e.V. und den vier deutschen Berufsschulen, die Sonnenschutzmechatronikerinnen und -mechatroniker ausbilden, organisiert, dass die Berufsschulwoche teilweise auf den Messetermin gelegt wird. Am 17. Februar kommen die Azubis dieser Schulen gemeinsam zur R+T, mit eigenem Programm, Anlaufstelle auf dem Gelände und der Möglichkeit, beim Handwerkerbattle mitzumachen. Rebecca Marquardt: Wir wollen, dass die Azubis die Messe aktiv erleben. Ergänzend dazu gibt es den Future Skins Award, einen Studierendenwettbewerb für angehende Architektinnen und Architekten. Das Thema lautet "Gebäudehülle von morgen" – die Preisverleihung findet ebenfalls am 17. Februar auf der R+T statt.
RTS: Gibt es darüber hinaus Zielgruppen, die Sie im Blick haben?
Flora Sanislo: Wir überprüfen das regelmäßig und beobachten, wo sich neue inhaltliche Schnittmengen ergeben. Branchen wie der GaLa-Bau oder die Fertighausbranche haben wir dabei auf dem Radar. Outdoor-Lösungen, Wetterschutz, integrierter Sonnenschutz: Das sind Themen, die dort zunehmend relevant werden.
Rebecca Marquardt: Manchmal entwickelt sich das aber auch aus der Marktlage heraus. Wenn sich die Anforderungen in einer Branche verändern, entsteht plötzlich eine neue Relevanz für die R+T. Sehr interessant ist gerade die Gruppe der Raum- und Innenausstattung. Innenliegender Sonnenschutz war für sie schon immer ein Kernthema. Was wir jetzt beobachten: Viele dieser Betriebe stellen sich breiter auf, denn der Kundenwunsch nach ganzheitlichen Lösungen wächst. Und die R+T bietet in Bezug auf Sonnenschutz genau das: innen und außen, alles unter einem Dach.
RTS: Vielen Dank für die Einblicke!
Weitere Informationen: messe-stuttgart.de/r-t/
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