Konkav oder konvex, spitze oder stumpfe Winkel - mit VISS3 von Jansen lassen sich außergewöhnliche Stahlfassaden realisieren.

Konkav oder konvex, spitze oder stumpfe Winkel - mit VISS3 von Jansen lassen sich außergewöhnliche Stahlfassaden realisieren. (Foto: © Jansen AG)

Freie Formen dank 3D-Druck

Seit jeher steht die Schweizer Jansen AG für ausdrucksstarke Fassaden und objektspezifische Lösungen im hochwertigen Design. Nun erweitert der 3D-Druck mit Stahl die gestalterischen Möglichkeiten der VISS Fassaden des Unternehmens in die dritte Dimension.

Im Rahmen einer Forschungskooperation mit der TU Delft/NL, dem Ingenieurbüro knippershelbig GmbH, Stuttgart/D, und MG Metalltechnik GmbH, Matrei/A, hat Jansen die Anwendung der 3D-Druck-Technologien zur Herstellung von Stahlknoten erforscht.

Die neue Technologie eröffnet Architekten eine bisher unvorstellbare Gestaltungsfreiheit für Stahlsystemfassaden. 3D-Druck- Stahlknoten bilden die Basis für die Konstruktion konkaver und konvexer Formen. Die Knoten können dabei mehrarmig und mit verschiedenen Winkeln individuell ausgebildet werden, wobei innerhalb eines Knotens sowohl spitze als auch stumpfe Winkel möglich sind. Unter der Produktbezeichnung VISS3 verbindet Jansen seine bewährten VISS-Systeme mit den 3D-Druck-Stahlknoten.

So ermöglicht VISS3 die Konstruktion komplexer Freiformfassaden und Lichtdächer beliebiger Geometrien. Die VISS3-Fassade ist selbsttragend, die Lastabtragung erfolgt direkt über die Profile und Verbindungsknoten, ohne dass eine Unterkonstruktion erforderlich ist.

Maximale Transparenz in der Gebäudehülle

Wegweisende Technologie mit einem bewährten Werkstoff. Die im 3D-Druck erstellten Stahlknoten werden individuell für die jeweiligen Konstruktionen gefertigt. Foto: © Jansen AGWegweisende Technologie mit einem bewährten Werkstoff. Die im 3D-Druck erstellten Stahlknoten werden individuell für die jeweiligen Konstruktionen gefertigt. Foto: © Jansen AG

Die 3D-Druck-Stahlknoten bieten in Verbindung mit den schlanken VISS Systemprofilen die ideale Voraussetzung für den Einbau großflächiger Gläser. Es können 50 und 60 mm breite Profile in verschiedenen Profiltiefen verwendet werden. Große Glaselemente und wenig sichtbare Rahmenprofile optimieren den Tageslichteinfall und tragen so dazu bei, Energiekosten zu senken.

Des Weiteren halten dreidimensional ausgebildete Fassaden höheren Windlasten stand als plane Flächen, weil die Windlast auf vielen kleineren Teilflächen verwirbelt und zurückgeworfen wird. So entstehen Gebäudehüllen, die mit spielerischer Leichtigkeit maximale Transparenz sichern.

Freiformfassaden: Design im Detail

Besonderes Augenmerk bei der Studie zur Jansen VISS3-Freiformfassade galt der Dichtungsebene: Die aufliegenden Dichtungsknoten werden passend zum Verbindungsknoten gedruckt, sodass die Entwässerung über nur eine Dichtungsebene erfolgt. Gleichzeitig gewährleistet die verdeckte Verbindung eine homogene Ansicht. Freiformknoten aus Stahl oder Edelstahl werden für VISS³ objektspezifisch hergestellt.

Die Grundkonstruktion basiert auf Standardartikeln der VISS-Systemfassade. Daraus ergibt sich eine einfache und schnelle Montage, zumal die Verbindung zwischen Knoten und Profil ohne Spezialwerkzeug erfolgt und entsprechend einfach zu realisieren ist.

Die hohe Korrosionsbeständigkeit von Edelstahl und beschichtetem Stahl gewährleistet langlebige und robuste Freiformfassaden und Lichtdächer, die ihre Funktion über die Jahrzehnte hinweg zuverlässig erfüllen. Nicht zuletzt ist Stahl ein zu 100 Prozent wiederverwertbares Material, das die Kriterien für mehr Nachhaltigkeit im Bauwesen erfüllt.


Weitere Informationen (1): www.jansen.com


Weitere Informationen (2): Den bebilderten Fachartikel als PDF-Datei herunterladen: Freie Formen dank 3D-Druck

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