Skaio – das erste Holzhochhaus Deutschlands mit einer Gebäudehülle aus Aluminium .

Skaio – das erste Holzhochhaus Deutschlands mit einer Gebäudehülle aus Aluminium . (Foto: © Conné van d’ Grachten)

Pohl-Gebäudehülle aus Aluminium

FASSADE - Aktuell

August 2019

Skaio oder auch 10-Geschosser wird das 34 Meter hohe Holzhochhaus am Neckarbogen in Heilbronn genannt. Eine VHF schützt die Holz-Hybridkonstruktion verlässlich gegen Witterungseinflüsse.

Das einzigartige Wohnprojekt steht im Zentrum des neuen urbanen Viertels, dass gleichzeitig der Schauplatz der diesjährigen Bundesgartenschau ist. Entworfen vom Berliner Architekturbüro Kaden+Lager, verleiht Skaio der Stadt Heilbronn viel Anerkennung für die nachhaltige Quartiersentwicklung.

Bei der Holz-Hybridkonstruktion bilden Wände und Decken aus Holz den größten Teil der Konstruktion, Sockelgeschoss und Treppenhaus bestehen aus Stahlbeton.

Die Baukosten des 10-Geschossers konnten durch die Holzbauweise drastisch gesenkt werden, in nur einer Woche wurde ein ganzes Geschoss aufgebaut. Von außen ist das Holzhochhaus nicht direkt als solches zu erkennen. Dafür sorgt eine vorgehängte, hinterlüftete Fassade (VHF) aus Aluminium.

VHF-Systemfassade Pohl Europlate

Eine VHF schützt die Holz-Hybridkonstruktion verlässlich gegen Witterungseinflüsse, erfüllt alle energetischen Gebäudestandards und ist überdurchschnittlich langlebig. Für Skaio fiel die Wahl auf die VHF-Systemfassade Pohl Europlate, die dem Gebäude ein scharfkantiges und gleichzeitig glattes Erscheinungsbild verleiht.

Foto: © Conné van d’ Grachten
Foto: © Conné van d’ Grachten

1.700 qm Aluminiumpaneele mit einer maximalen Größe von 3,30 x 1 Meter wurden vom Fassadenspezialisten Pohl planerisch begleitet und produziert. Im Inneren von Skaio dominiert der einzigartige Charakter der Holzkonstruktion. Wände und Decken zeigen den natürlichen Baustoff. Bodentiefe Fenster erlauben auch von außen den Blick auf die Holzverkleidung, die den Bewohnern ein besonderes Raumklima verschafft.

Der Nachhaltigkeitsgedanke dominiert das gesamte Konzept, denn alle beim Bau verwendeten Materialien können zu 100 Prozent in den Rohstoffkreislauf zurückgeführt werden.

Holz als konstruktiven Baustoff mehr in den Fokus rücken

„Mit diesem Projekt möchten wir Holz als konstruktiven Baustoff wieder mehr in den Fokus rücken. Dabei muss das Holz nicht zwingend an der Fassade sichtbar sein, sondern steht für die Effizienz der Bauweise. Wir haben uns für eine Aluminium-Fassade entschieden, da uns zum einen die filigrane Anmutung überzeugt und Aluminium zum anderen unschlagbar nachhaltig für eine langfristige und kostengünstige Nutzungsdauer im Wohnungsbau ist“, so Markus Lager von Kaden+Lager.

Insgesamt 60 Mietwohnung von 40 bis 70 m² Größe verteilen sich auf die Etagen zwei bis zehn. Im Erdgeschoss befindet sich eine Bäckerei sowie gemeinschaftlich genutzte Räume für die Bewohner. Die Aufbaugilde- und die Offene-Hilfe-Heilbronn betreiben vier Wohngemeinschaften für bedürftige Menschen und ca. 40 Prozent der übrigen Wohnungen sind öffentlich gefördert.

www.pohl-facades.com

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