Im konstruktiven Dialog: Ministerin Mona Neubaur (Mitte) informierte sich bei Hydro in Dormagen über die Chancen einer geschlossenen Aluminium-Kreislaufwirtschaft für den Industriestandort Nordrhein-Westfalen.

Im konstruktiven Dialog: Ministerin Mona Neubaur (Mitte) informierte sich bei Hydro in Dormagen über die Chancen einer geschlossenen Aluminium-Kreislaufwirtschaft für den Industriestandort Nordrhein-Westfalen. (Foto: © Wicona / Mediashots)

Hoher Besuch im Recyclingwerk

FASSADE - Aktuell

September 2026

Die nordrhein-westfälische Wirtschafts- und Klimaschutzministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin Mona Neubaur war zu Gast bei Hydro Aluminium in Dormagen.

Im Hydro Aluminium Recyclingwerk in Dormagen informierten sich die NRW Ministerin Mona Neubaur sowie die Landtagsabgeordnete Heike Troles darüber, wie geschlossene Materialkreisläufe mit End-of-Life-Aluminium bereits heute in der Praxis funktionieren – und damit einen wichtigen Beitrag zu Ressourcensicherung und Dekarbonisierung leisten.

Als Vorreiter setzt Hydro mit seiner Marke Wicona konsequent auf hochwertiges End-of-Life-Aluminium aus zurückgebauten Fenstern, Türen und Fassaden – also Material, das bereits einen gesamten Lebenszyklus im Einsatz war. Bei der Werksbesichtigung in Dormagen erhielt die Delegation aus Ministerium und Landtag aus erster Hand Einblicke in den Recyclingprozess und konnte sich davon überzeugen, wie End-of-Life-Aluminium mithilfe modernster Recyclingtechnologien "Made in NRW" so aufbereitet wird, dass daraus wieder hochwertige Aluminiumprofile gefertigt werden können.

So entsteht ein geschlossener Materialkreislauf, in dem ein Fenster wieder zu einem Fenster wird – in gleicher hoher Qualität und ohne Downcycling. Dabei wird für die Herstellung neuer Aluminiumprofile aus End-of-Life-Material lediglich rund 5 % der Energie benötigt, die für Primäraluminium erforderlich ist. Das reduziert CO₂-Emissionen, schont wertvolle Ressourcen und unterstützt das Erreichen der Klimaziele.

Offenen und konstruktiven Dialog fortsetzen

"Hydro zeigt eindrucksvoll, wie viel Potenzial in der Kreislaufwirtschaft steckt, wenn man sie konsequent zu Ende denkt. So bleiben wertvolle Rohstoffe im Kreislauf, statt verloren zu gehen. Starke und innovative Recyclingtechnologien sichern Rohstoffe, machen uns unabhängiger von Importen und sparen am Ende auch noch Geld. Das ist ein unschätzbarer Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie – und zeigt: So geht Innovation made in NRW", betonte Ministerin Neubaur.

Ein weiterer Schwerpunkt des Austauschs war die Frage, wie sich geschlossene Materialkreisläufe zukünftig weiter stärken lassen. Gemeinsam betonten die Beteiligten – darunter auch Andreas Arzdorf, Geschäftsführer der Hydro Aluminium Recycling Deutschland GmbH – die Bedeutung, Aluminiumschrott als strategischen Rohstoff in Europa zu halten und regulatorische Vorgaben, etwa im Zusammenhang mit dem CO₂-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM), weiterzuentwickeln. Ziel müsse es sein, ausreichend End-of-Life-Material für den Recyclingprozess verfügbar zu machen und die europäische Kreislaufwirtschaft langfristig zu stärken.

Einigkeit herrschte abschließend darüber, dass die Transformation der Bauindustrie nur im Zusammenspiel von Politik und Industrie gelingen kann. Beide Seiten vereinbarten, den offenen und konstruktiven Dialog fortzusetzen.


Weitere Informationen: www.wicona.de

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