Die Preisträger des TIHD-Forschungspreises 2022: Juryvorsitzende Christiane Hartwig-Gerth, Institutsleiter IHD Prof. Dr. Steffen Tobisch, Rodger Scheffler, Stefan Feuersenger und TIHD-Vorstandsvorsitzender Herbert Merkel (v.l.n.r.).

Die Preisträger des TIHD-Forschungspreises 2022: Juryvorsitzende Christiane Hartwig-Gerth, Institutsleiter IHD Prof. Dr. Steffen Tobisch, Rodger Scheffler, Stefan Feuersenger und TIHD-Vorstandsvorsitzender Herbert Merkel (v.l.n.r.). (Foto: © Institut für Holztechnologie Dresden)

TIHD-Forschungspreis 2022: 1. Platz für Hochwasserschutztür

Der Trägerverein des Instituts für Holztechnologie Dresden hat den 1. Platz des Forschungspreises an eine Arbeit zur Entwicklung einer Hauseingangstür aus Holz mit integrierter Schutzfunktion gegen Hochwasser vergeben.

Rodger Scheffler, Lutz Neugebauer, Stefan Feuersenger und Jens Wiedemann entwickelten gemeinsam mit den Partnern HFBB Holzfensterbau Bernau GmbH und Variotec GmbH & Co. KG in einem durch das BMWK geförderten Projekt eine 2-flügelige hochwasserbeständige Hauseingangstür.

Neben mehr oder weniger regelmäßig wiederkehrenden Überschwemmungen hat im Zuge des Klimawandels in den letzten Jahrzehnten die Häufigkeit und Intensität von extremen Wetterlagen, die zu Hitzewellen oder Hochwasser- und Überschwemmungsereignissen führen, deutlich zugenommen.

Bei den derzeit eingesetzten Türkonstruktionen mit Hochwasser-schutzeigenschaften handelt es sich jedoch meist um Stahlkonstruktionen, die an Schiffstüren erinnern und bzgl. gestalterischer Eigenschaften nicht den Nutzerbedürfnissen entspre-chen.

Pfiffiger Ansatz des Projektes

Der 1. Platz des TIHD-Forschungspreises 2022 ging an die Hochwasserschutztür. Foto: © Institut für Holztechnologie DresdenDer 1. Platz des TIHD-Forschungspreises 2022 ging an die Hochwasserschutztür. Foto: © Institut für Holztechnologie Dresden

Gegenstand des Projektes war daher die Entwicklung einer Hauseingangstür aus Holz mit nutzerunabhängiger, permanent vorhandener Schutzfunktion gegen Hochwasser- und Starkregenereignisse sowie integrierter Evakuierungsöffnung. Eine hochwasserangepasste Konstruktion verhindert das Eindringen von Oberflächenwasser über den Eingangsbereich von Gebäuden und vermeidet so Folgeschäden.

Gleichzeitig sollte die zu entwickelte Konstruktion allgemeine Anforderungen an die Gebrauchstauglichkeit erfüllen, optisch ansprechende Gestaltungsmöglichkeiten bieten und sowohl für Wohngebäude als auch für Objektgebäude sowie den gewerblichen Bereich einsetzbar sein. All dies konnten Sie in ihrem Projekt erfolgreich umsetzen.

Christiane Hartwig-Gerth, die Vorsitzende der Jury, betonte in ihrer Laudatio den pfiffigen Ansatz des Projektes und begründete die Vergabe des Preises u. a. mit der Aktualität des Themas.

Erstmalig drei Preise vergeben

Alle für den Preis eingereichten Arbeiten waren preiswürdig, so dass sich die Auswahl des Siegers durch die Jury sehr schwierig gestaltete. Als diesjähriges Novum vergab die Jury deshalb erstmalig drei Preise.

Der zweite Preis ging an Susanne Trabandt, Clemens Beyer und Anne Zeiler mit ihrem Projekt "Arbeitsplatzgestaltung für Pflegende im Bad", der dritte Platz wurde an Katharina Plaschkies, Dr. Kathrin Leppchen-Fröhlich (FILK), Marleen Mohaupt (HS Mittweida), Prof. Dr. Dirk Labudde (HS Mittweida) mit ihrem Projekt zur Entwicklung eines differenzierten Systems zur Bestimmung materialschädigender Schimmelpilze vergeben.


Weitere Informationen: www.ihd-dresden.de

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