Die Freude über die große Resonanz auf den Jahreskongress sorgte bei der Verbandsspitze für gute Laune: Präsidiumsmitglied Detlef Timm, VFF-Präsident Helmut Meeth und Geschäftsführer Frank Lange (v.l.n.r.).

Die Freude über die große Resonanz auf den Jahreskongress sorgte bei der Verbandsspitze für gute Laune: Präsidiumsmitglied Detlef Timm, VFF-Präsident Helmut Meeth und Geschäftsführer Frank Lange (v.l.n.r.). (Foto: © Vössing)

Großes Branchentreffen in Berlin

Volles Haus beim Jahreskongress des Verbandes Fenster + Fassade (VFF) "Inside 2021" am 23. und 24. September 2021 in Berlin.

250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erlebten im Radisson Blu Hotel im Berliner Stadtzentrum ein aktuelles Programm rund um die gesellschaftlichen Großthemen Digitalisierung und Klimaschutz, ergänzt um eine Fachausstellung sowie ein attraktives Begleitangebot.

"Nach der pandemiebedingten Pause von fast zweieinhalb Jahren war es eine ganz besondere Veranstaltung in Berlin", so VFF-Geschäftsführer Frank Lange. "Zwei Tage vor der Bundestagswahl konnten wir beeindruckende Vorträge zu den großen Themenkomplexen Digitalisierung und Klimaschutz hören und diskutieren."

15 neue Mitglieder

250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen ins Radisson Blu Hotel im Berliner Stadtzentrum. Damit war die die VFF-Jahrestagung voll ausgebucht. Foto: © Vössing250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen ins Radisson Blu Hotel im Berliner Stadtzentrum. Damit war die die VFF-Jahrestagung voll ausgebucht. Foto: © Vössing

Vor der offiziellen Kongresseröffnung standen VFF-Präsident Helmut Meeth zusammen mit seinem Vize und Vorgänger Detlef Timm sowie VFF-Geschäftsführer Frank Lange der versammelten Fachpresse Rede und Antwort. Im Rückblick auf die ersten 15 Monate seiner Amtszeit konnte Meeth darauf verweisen, dass das breite Angebot des VFF trotz der Corona-Einschränkungen gut umgesetzt werden konnte, flexibel und digital je nach Anforderung.

Als besonderen Erfolg seiner bisherigen Amtszeit konnte Meeth mitteilen, dass er 15 neue Mitglieder für den VFF gewinnen konnte. Und schließlich berichtete der Präsident von einer Unterstützungskampagne des VFF für die Flutopfer des Sommers. Dem Pressetermin folgte ein gemeinsamer Rundgang durch die Fachausstellung im Kongress-Foyer, in dem die Sponsoren des Jahreskongresses mit den Premiumsponsoren Gealan und Roma an der Spitze ihre Angebote präsentierten.

Digitalisierung im Fokus

Nachdem der VFF-Präsident am Mittag – nun vor vollem Haus – den Kongress für eröffnet erklärt hatte, präsentierte Hans-Dieter Hegner, Vorstand Bau der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss, Geschichte, Wiederaufbau und Nutzungskonzept des neuen Forums, ein Katzensprung vom Veranstaltungshotel entfernt. Es folgten drei Vorträge zum Thema Digitalisierung, dem ersten der beiden thematischen Kongressschwerpunkte.

Markus Jungbluth von der Helmut Meeth GmbH, dem Unternehmen des VFF-Präsidenten, erläuterte anhand wichtiger "Meilensteine" den schon weit fortgeschrittenen Digitalisierungsprozess in seinem Unternehmen. Felix Dossmann, Digitalisierungspraktiker der ersten Stunde, zeigte anschließend auf, wieweit "KI in der Fertigung", so sein Vortragsthema, das Deep Learning künstlicher neuronaler Netze unsere Alltagswelt bestimmt und welche ethischen Entscheidungsprobleme sich damit stellen: Stichwort "Grenzen der menschlichen Autonomie".

Der bekannte Journalist und Digitalisierungsexperte Sascha Lobo gab zum Abschluss des ersten Tages einen Eindruck, wie das Netz die Welt verändert: wie sehr Deutschland im Digitalisierungsprozess hinterherhinkt ("Glasfasernetz"), wie sich der pandemische Digitalisierungsdruck auf das gesellschaftliche Leben seit März 2020 ausgewirkt hat ("Home-Office", "Virtualisierung") und was in Zukunft zu erwarten ist ("Plattform-Ökonomie").

Klimaschutz durch energetische Sanierung

Gut frequentiert: In der begleitenden Fachausstellung präsentierte 20 Unternehmen und Organisationen ihre Produkte und Leistungen. Foto: © VössingGut frequentiert: In der begleitenden Fachausstellung präsentierte 20 Unternehmen und Organisationen ihre Produkte und Leistungen. Foto: © Vössing

Der zweite Themenblock des Jahreskongresses bestimmte unter dem Stichwort "Klimaschutz" das Programm des folgenden Tages. Sven Plöger, Meteorologe und prominenter Wettererklärer im Fernsehen, lies keinen Zweifel daran, dass der Klimawandel schon sehr weit fortgeschritten ist, wie vermehrte Extremwetterereignisse zeigen: so zuletzt im Sommer die zerstörerische Flutwelle im Ahrtal und anderswo.

Das kaum überschätzbare Ausmaß der notwendigen gesellschaftlichen und klimapolitischen Maßnahmen zur Begrenzung dieser Entwicklung muss gegen jede menschliche Neigung zur Verdrängung oder Verleugnung jetzt in Angriff genommen werden. Denn: "Der Planet braucht uns nicht, wir aber ihn!".

Große Gemeinsamkeit in der Zielsetzung

Was Klimaschutz konkret für die Entwicklung des Gebäudesektors – insbesondere im Blick auf die transparente Gebäudehülle, also Fenster und Glasfassaden – bedeutet, war Gegenstand der Podiumsdiskussion.

Nach einem Impulsreferat von Axel Gedaschko, Präsident des GdW, entwickelte sich unter der klugen Moderation von Thomas Drinkuth, Leiter der Berliner Repräsentanz Transparente Gebäudehülle RTG, eine Diskussion, an der neben Axel Gedaschko noch Holger Lösch, stellvertretender Geschäftsführer des BDI, und Ulrich Benterbusch, Ministerialdirigent im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, teilnahmen. Die Beteiligten trugen bei großer Gemeinsamkeit in der Zielsetzung viele Aspekte der großen Zukunftsaufgaben im Gebäudesektor zusammen.

Erfolg ist Teamarbeit

Zum Abschluss der Fachveranstaltung des Jahreskongresses hielt der Sportpsychologe Prof. Dr. Hans-Dieter Hermann den Vortrag "Der Kopf entscheidet. Was wir vom Spitzensport übernehmen können." Mit verblüffenden Beispielen aus der Praxis vermittelte der seit vielen Jahren erfolgreiche Teampsychologe der deutschen Fußballnationalmannschaft der Herren wichtige Aspekte erfolgreicher Teams, aus der Sicht der Teamplayer genauso wie aus derjenigen der jeweiligen Teamcoaches.

Am Ende geht es immer darum, den "Sinn" der eigenen Tätigkeit zu begreifen und sich zu eigen zu machen. Im Zusammenspiel aller "Player" kommt es – so das ebenfalls sehr schön belegt Fazit von Prof. Hermann – auf die soziale, informationelle und emotionale Unterstützung aller Beteiligten an.

"Nach so langer Zeit konnte man den Hunger auf diese lebendige Präsenzveranstaltung der Branche förmlich spüren", betonte Frank Lange nach dem Kongress. "Und ich freue mich, dass wir die hohen Erwartungen, die wir mit unserem neuen Tagungskonzept geweckt hatten, so gut erfüllen konnten. Dies haben uns viele Rückmeldungen seitens der Kongressteilnehmer bestätigt. Jetzt blicken wir mit Vorfreude voraus auf unseren Jahreskongress "Inside 2022" am 15. und 16. September 2022 in Düsseldorf, im Hotel Hyatt Regency – ein Termin zum Vormerken!"

Weitere Informationen: www.window.de

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