60 Jahre ift Rosenheim
Am 10. März feierte das international renommierte Institut für Fenstertechnik (ift Rosenheim) sein 60-jähriges Bestehen.
Das Institut für Fenstertechnik e.V. wurde am 10. März 1966 gegründet, um die Qualität von Holzfenstern durch Forschung, Prüfung und Zertifizierung zu verbessern. Es startete mit vier Personen und einem Haushalt von 103.400 DM. In den folgenden 60 Jahren sind viele neue Produkte, Materialien, Technologien und Aufgabengebiete hinzugekommen.
Damit ist das ift Rosenheim nicht mehr nur ein Fensterinstitut, sondern ein modernes und leistungsfähiges Institut für Bauelemente und Baustoffe mit aktuell 230 Mitarbeitenden. Aus einer Hand werden Hersteller, Dienstleister, Planer und die öffentliche Hand mit den notwendigen Dienstleistungen unterstützt – in Deutschland, Europa und mit internationalen Netzwerkpartnern über die Grenzen Europas hinaus.
Steiler Aufstieg
Die Geschäftsführung und drei Institutsleiter (links im Bild) haben in den letzten 20 Jahren das ift Rosenheim gemeinsam mit den Mitarbeitenden zu einer international renommierten Institution entwickelt. (v.l.): Prof. Ulrich Sieberath, Prof. Jörn Peter Lass, Prof. Dr.-Ing. Winfried Heusler, Michael Breckl-Stock und Dr. Jochen Peichl). Foto: © ift RosenheimDie Gründung des Instituts für Fenstertechnik e.V. im Jahr 1966 – es war die Zeit der Beatles, der ersten Sonde auf dem Mond – wurde durch den Arbeitskreis Holzfenster initiiert. Institutsleiter Oberbaurat Erich Seifert sowie die Ingenieure Josef Schmid und Hans H. Froelich legten als Experten los und brachten das Institut und die Branche über viele Jahr nach vorn.
Schon 1967 wurden Empfehlungen für die Ausschreibung von Holzfenstern sowie Beanspruchungsgruppen für die Schlagregensicherheit und Verglasung von Fenstern erstellt. Bereits 1968 wurde das erste große Forschungsprojekt "Schäden an Holzfenstern" abgeschlossen.
Praxistaugliche Lösungen entwickelt
In 60 Jahren entwickelte das ift Rosenheim für anstehende Probleme praxistaugliche Lösungen – ganz nach dem Motto "Aus der Praxis für die Praxis". In dieser Zeit wurde eine Vielzahl neuer Prüfverfahren inklusive neuer Prüfgeräte entwickelt sowie Richtlinien und Normen erarbeitet, da bis dahin nichts Entsprechendes existierte. Hierzu zählen große Themen wie die Ermittlung der Luft- und Schlagregendichtheit, Wärme- und Brandschutz und ganz aktuell der Schutz von Gebäuden vor physischen Belastungen durch Wetterextreme sowie durch Einbruch, Vandalismus oder Sabotage.
Als logische Folge entstand dann auch der Vorläufer der ift MessTec GmbH, die heute als eigenständige Gesellschaft Prüf- und Kalibriertechnik für das ift Rosenheim, aber auch für Labore bei Herstellern und Zulieferern sowie Prüfgeräte für andere Prüfinstitute entwickelt, baut und kalibriert sowie mit Experten des ift Rosenheim für die Schulung der Prüfer sorgt.
National und international geschätzt
Das Hauptgebäude des ift in Rosenheim wurde saniert und erweitert. Eine innovativer PV-Fassade wurde montiert. Foto: © ift RosenheimEine sehr dynamische Phase begann 2004 mit dem Führungsduo Dr. Jochen Peichl als Geschäftsführer und Prof. Ulrich Sieberath als Institutsleiter sowie knapp 100 Mitarbeitern. Im Zuge der Bauproduktenrichtlinie mit CE-Kennzeichnung und europäischen Produktnormen sowie den komplexen Themenfeldern Nachhaltigkeit, Umwelt und Sicherheit kamen neue Anforderungen und Aufgaben auf die Branche zu.
Um diese Herausforderungen zu bewältigen sind auch die Dienstleistungen des ift Rosenheim gewachsen. Ebenso wurde das ift Rosenheim internationaler und macht nun ca. 30 Prozent Umsatz mit internationalen Kunden, die die hohe Kompetenz und Verlässlichkeit des ift Rosenheim zu schätzen wissen.
Neue Herausforderungen
Foto: © ift RosenheimAktuell stehen der Branche und dem ift Rosenheim wieder große Veränderungen und Herausforderungen bevor. Die Produktion und die Produkte müssen nachhaltiger, kreislauffähig und resilienter werden. Das bedeutet eine grundlegende Änderung der Konstruktionen und der Geschäftsmodelle, denn die Verantwortung der Hersteller wird zukünftig von der Herstellung über die Nutzung bis zum Rückbau reichen.
Hierfür müssen geeignete Konzepte für Reparatur, Ersatzteilversorgung sowie ein sortenreines Recycling und Ideen für die Umnutzung und Wiederverwendung der einzelnen Materialien und Produkte entwickelt werden. Gleichzeitig ändern sich nationale und globale Märkte sowie der Lieferketten. Auch die Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz wird alle Bereiche der Unternehmen beeinflussen – von der Konstruktion über Produktion bis zum Vertrieb.
Lösungen für epochale Veränderungen
Der Institutsleiter Prof. Dr.-Ing. Winfried Heusler bringt es mit seinen eigenen Worten auf den Punkt: "Im Zeichen des Klimawandels, der Digitalisierung und der KI stehen wir vor epochalen Änderungen, für die wir Lösungen entwickeln werden, um der Branche Chancen zu eröffnen".
Das ift Rosenheim investiert deshalb in Technik, IT und Personal, um den großen Erfahrungsschatz, das Wissen und die Daten aus 60 Jahren zum Vorteil der Kunden und der Branche zu nutzen – ganz nach dem Motto "Mit Wissen und Erfahrung in die Zukunft!". www.ift-rosenheim.de/60-jahre
Das ift auf der Fensterbau Frontale 2026
Die Sonderschau klima.sicher.bauen auf der Fensterbau Frontale 2026 zeigt wie die Trendthemen Sicherheit, Resilienz und Digitalisierung das Bauen beeinflussen und Chancen für eigene Strategien bietet. Foto: © Fensterbau FrontaleÖffentliche, gewerbliche und private Bauherren müssen Gebäude der kritischen Infrastruktur sicherer gegen physische Angriffe (Einbruch, Vandalismus und Sabotage) machen sowie die Klimasicherheit verbessern – also der Schutz gegen zunehmende Wetterextreme (Hagel, Hochwasser, Hitze etc.).
Die Sonderschau "klima.sicher.bauen" des ift Rosenheim zeigt in Halle 1 (Stand 515), wie diese Trends genutzt werden können. 16 Mitaussteller präsentieren Dienstleistungen sowie technische Lösungen. Vorführungen zu Vandalismus, Windlasten, Montagetechnik und Fenstertausch jeweils um 11 und 15 Uhr zeigen die Exponate live in der Anwendung.
Weitere Infos... ...zu Exponaten und Themen: www.ift-rosenheim.de/fensterbau-frontale-2026
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