Die neuen Gütezeichen setzen die Standards sowohl für die Folienprodukte als auch für ihre Verarbeitung an Metallfassaden.

Die neuen Gütezeichen setzen die Standards sowohl für die Folienprodukte als auch für ihre Verarbeitung an Metallfassaden. (Foto: © Renolit SE)

Neue Gütezeichen in der Metallfassadensanierung

Für die Oberflächensanierung von Metallfassaden mit Hilfe von Kunststofffolien gilt jetzt ein branchenweit normierter Qualitätsstandard.

Ende vergangenen Jahres hat das Deutsche Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung RAL ein Gütezeichen für Folienprodukte für Metallfassaden (RAL GZ 635/3) und für die Metallfassadenfolierung (RAL GZ 635/4) freigegeben. Die neuen Güte- und Prüfbestimmungen sind eine Gemeinschaftsentwicklung der Gütegemeinschaft Reinigung von Fassaden und Metallfassadensanierung e.V. – GRM, der Renolit SE, der 3M Deutschland GmbH und dem IFO Institut für Oberflächentechnik GmbH.

Hinter den neuen Gütezeichen steht eine jahrelange Abstimmungsarbeit zwischen den beteiligten Partnern mit dem Ziel, eine einheitliche Basis für alle Branchenunternehmen zu schaffen.

"Wir haben bereits 2016 zu der Gütegemeinschaft (damals GFS) Kontakt aufgenommen – zu einem Zeitpunkt also, als eine Metallfassadensanierung mit selbstklebender Folie noch weitgehend unbekannt war", berichtet Stefan Schmatz, Vertriebsleiter der Renolit Geschäftseinheit Facade. Das Unternehmen war zu diesem Zeitpunkt mit seiner Sanierungsfolie Renolit Reface ganz frisch am Markt und sehr daran interessiert, die Messlatte für die Produkt- und Verarbeitungsqualität möglichst hoch anzusetzen.

Regelwerk erweitert

Einen kompetenten Mitstreiter in der Sache fand das Unternehmen in dem amerikanischen Chemiemulti 3M – eine eher ungewöhnliche Situation, die wiederum den Geschäftsführer der damaligen GFS auf den Plan rief: "Die anfängliche Skepsis gegenüber dieser neuartigen Technologie wich rasch einer Kooperationsbereitschaft auf Verbandsebene und hat letztlich dazu geführt, dass wir gemeinsam mit den beiden Unternehmen, dem IFO und diversen Verarbeitern die Grundlagen für das heutige GRM-Regelwerk gelegt haben", berichtet Lars Walther.

Der Verbandsexperte hat dabei großen Wert darauf gelegt, "Theorie und Praxis" unter einen Hut zu bringen, damit die mit dem neuen Verfahren verbundenen Qualitätskontrollen auch praktiziert werden." Letztendlich wurde das bestehende Regelwerk zur Sanierung durch Lackierung um die Sanierung mit selbstklebenden Folien erweitert.

Gute Marktchancen

Das eröffnet allen Branchenunternehmen gute Marktchancen. "Die unabhängige Qualifizierung durch die RAL-Zertifizierung erhöht den Standard und damit das Vertrauen in diese Technologie", prognostiziert Stefan Schmatz und zieht damit zugleich eine klare Grenze zu Produkten, die nicht gezielt für diesen Einsatzzweck konzipiert sind.

Auch für die Verbandsarbeit sieht Walther einen hohen Nutzen: "Veränderungen halten Normen lebendig, und nur durch solche Prozesse können wir uns auf weitere künftige Veränderungen vorbereiten – sowohl in Bezug auf das Verarbeitungs-Know-how als auch auf die technologische Bandbreite."


Weitere Informationen: www.renolit.com

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