Vom 5. bis 7. November 2026 dreht sich in den Leipziger Messehallen wieder alles um das Thema Denkmalschutz.

Vom 5. bis 7. November 2026 dreht sich in den Leipziger Messehallen wieder alles um das Thema Denkmalschutz. (Foto: © Leipziger Messe GmbH)

Lösungen für den Denkmalschutz

FASSADE - Aktuell

Oktober 2026

Vom 5. bis 7. November 2026 findet in Leipzig die Fachmesse "denkmal" statt.

Wie viel Denkmal können wir uns noch leisten? Angesichts angespannter öffentlicher Haushalte, fehlenden Wohnraums und geforderter schnellerer Genehmigungsverfahren ist diese Frage hochaktuell. Gleichzeitig kann der Erhalt bestehender Gebäude zum Klima- und Ressourcenschutz beitragen.

Welchen Stellenwert räumt die Politik dem kulturellen Erbe und der vorhandenen Bausubstanz künftig ein? Auf der denkmal auf dem Leipziger Messegelände kommen Fachleute aus Denkmalpflege, Restaurierung, Handwerk, Architektur, Wissenschaft, Politik und Verwaltung zusammen, um darüber zu diskutieren und konkrete Lösungen zu präsentieren.

Denkmalschutz und Energiewende

Die politische Situation der Denkmalpflege wird unter anderem im Eröffnungspanel unter dem Titel "Wie viel Denkmal können wir uns noch leisten?" aufgegriffen. Auch Novellierungen von Denkmalschutzgesetzen, Veränderungen innerhalb der Denkmalbehörden und die Zukunft der staatlichen Denkmalpflege stehen im Fachprogramm zur Debatte.

Wie eng Denkmalpflege und Energiewende verbunden sind, zeigt der neue Ausstellungsbereich Archäologie. Beim Bau von bis zu 20.000 Kilometern Energietrassen müssen zahlreiche Fundstellen untersucht und gesichert werden. Svenja Partheil, Präsidentin von CIfA Deutschland, spricht von der "größten Herausforderung in der Geschichte der Archäologie". Gleichzeitig fehlen Fachkräfte. Mehr als 25 Unternehmen, Verbände und Wissenschaftseinrichtungen präsentieren das Thema erstmals in einem eigenen Bereich.

Lösungen für den Klimaschutz

Der Gebäudebestand rückt angesichts des Klimawandels stärker in den Fokus. Die denkmal zeigt, wie historische Gebäude energetisch weiterentwickelt, Baustoffe wiederverwendet und neue Technologien mit dem Bestand verbunden werden können.

Dass sich beispielsweise Photovoltaik inzwischen nahezu unsichtbar in historische Dächer integrieren lässt, zeigen beispielsweise mehrere Projekte auf historischen Dächern in Bayern, allesamt umgesetzt von Ausstellern der denkmal.

Denkmalschutz im Krisenfall

Wie Kulturgut im Kriegsfall zu schützen ist, damit haben die Menschen in der Ukraine bereits leidvolle Erfahrungen sammeln müssen. Das Ukraine Art Aid Center beliefert Kultureinrichtungen regelmäßig mit Material und Ausrüstung.

Beim Nationalen Institut für Denkmalpflege in Polen wiederum versucht man, aus diesen Erfahrungen Rückschlüsse für den Ernstfall zu ziehen. Beide Akteure sind auf der denkmal vertreten.

Am 6. November werden zudem fünf Aussteller mit den Goldmedaillen der denkmal ausgezeichnet.


Weitere Informationen: www.denkmal-leipzig.de