Im interdisziplinären Ideenteam ging es an die Auswahl und nähere Beleuchtung von etlichen neuen Ansätzen und Vorschlägen, die im großen Ideenspeicher gesammelt wurden.

Im interdisziplinären Ideenteam ging es an die Auswahl und nähere Beleuchtung von etlichen neuen Ansätzen und Vorschlägen, die im großen Ideenspeicher gesammelt wurden. (Foto: © Selve)

Ideen kreieren, bewerten, auswählen und umsetzen

FoWi - Aktuell

Januar 2022

Wer das Morgen mit passgenauen, zukunftsweisenden Lösungen gestalten will, muss im Heute die kreative Vorarbeit leisten.

"Um die Entwicklung innovativer Produkte noch zielgerichteter voranzutreiben und keinen Trend, keine Inspiration links liegen zu lassen, hat Selve einen neuen Prozess aufgesetzt", berichtet Geschäftsführer Andreas Böck. Dabei fließen eigene Vorschläge sowie verschiedene Informationen ein – und lassen jede Menge Ideen sprudeln. Im Herbst 2021 startete der klar strukturierte Innovationsprozess.

Seither wird in Workshop-Runden mit interdisziplinären Selve-Teams an der Generierung, Bewertung sowie Ausarbeitung von Produktideen gearbeitet. "Wir haben daraus bereits zehn neue Entwicklungsprojekte priorisiert", sagt Böck. Fortlaufend geht es weiter – ans Kreieren findiger Ideen, ihrer Auswahl sowie der Umsetzung von "optimalen Produkten, die Kunden benötigen".

Neue Ideen noch systematischer entwickelt und produziert

Innovationen kommen nicht von ungefähr: Clevere Ideen muss man haben. Dafür wendet Selve jetzt gewissermaßen den Booster an, intensiviert bisherige Innovationsaktivitäten. Neue Ideen werden beim Lüdenscheider Unternehmen noch systematischer entwickelt und produziert – in einem transparenten, hierarchiefreien und interdisziplinären Prozess, der unterschiedliche Abteilungen von Selve einbindet.

Die Geschäftsleitung, der Vertrieb, das Produktmanagement, die beiden Entwicklungsabteilungen, der Kundendienst und viele mehr sind involviert. Denn: Die besten Ideen gedeihen gemeinsam in vielen kreativen Köpfen.

Informationen ab- und ausschöpfen

Das interdisziplinäre Team – darunter Alexander Vogt (l.) und Tim Fahrenholz – identifizierte die vielversprechendsten Ideen, die im nächsten Step beim Workshop der Bewertungsrunde präsentiert wurden. Foto: © SelveDas interdisziplinäre Team – darunter Alexander Vogt (l.) und Tim Fahrenholz – identifizierte die vielversprechendsten Ideen, die im nächsten Step beim Workshop der Bewertungsrunde präsentiert wurden. Foto: © Selve

Interdisziplinäres Teamwork, regelmäßige Workshop-Runden und agile Methoden fördern die Kreativität, die Kommunikation und den Austausch. Selve-Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen liefern Impulse, werden zur sprudelnden Ideenquelle: Sie kennen die Produkte und Kunden am besten, können zusätzliche Optimierungs- und Innovationspotenziale aufdecken.

Aber auch der Blick über den Tellerrand ist bei der Ideenfindung entscheidend. "In dieser schnelllebigen Zeit ist es wichtig, die verschiedensten Arten der uns erreichenden Informationen gezielt zu nutzen. Ob Kundenwünsche, Marktberichte, Input unserer Außendienstler, Pressemitteilungen, Beiträge aus dem Internet oder auch Wettbewerbsprodukte – der Innovationsprozess trägt dazu bei, dass wir alle Informationen ausschöpfen und kein Zukunftsthema verpassen", betont Geschäftsführer Böck.

Das Verfahren beschreibt den Weg vom Finden neuer Ideen bis zur Umsetzung in eine marktfähige Lösung.

Verfahren soll dauerhaft gelebt werden

Einen "Ideenpool" gab es bei Selve schon länger. Mit den im September 2021 gestarteten Innovationskonzept sollen nun noch effektiver Produktideen generiert, ausgearbeitet und in die Entwicklung überführt werden. Beim mehrstufigen Prozess werden zuerst möglichst viele Ideen gesammelt, von denen dann Workshop-Runde für Runde in einem transparenten Verfahren gemeinsam die Top-Ideen ausgewählt werden.

"Dabei stehen für uns Produktneuheiten im Fokus, die in Hinblick auf unsere Strategie-Faktoren wie Qualität, Funktionalität, Zukunftsfähigkeit, Umsatzerwartungen und Stückzählen am meisten überzeugen", erläutert Böck. Apropos Selve-Strategie – die Umsetzung des neuen Prozesses stand als ein Prioritätsziel für 2021 auf der Agenda. Der Roll-out ist gelungen, das Verfahren soll dauerhaft gelebt werden.

Kreativmethoden kurbeln Ideen an

Um den neuen Innovationsprozess zu implementieren, machte zunächst ein vorgeschalteter Kreativitäts-Workshop den Auftakt. Jenseits der üblichen Arbeitsumgebung fachte ein interdisziplinäres Team die Ideenschmiede an: In inspirierender Atmosphäre wurden neben neuen Produktvorschlägen etwa auch Ansätze für Prozessverbesserungen im Unternehmen gesammelt.

"Mithilfe unterschiedlichster Kreativtechniken – wie beispielsweise der ‚6-3-5-Methode‘ oder auch ‚Personas‘ – standen am Ende 330 Ideen auf unserer Liste", sagt Marketingleiter Alexander Vogt, der ebenso für das Produkt- und Projektmanagement verantwortlich ist. Diese Ideensammlung wuchs im Anschluss weiter, wurde durch zusätzliche Vorschläge aus unterschiedlichen Abteilungen nahezu verdoppelt.

15 Top-Ideen

Danach ging es im Herbst in die Tiefe, beziehungsweise ans Eingemachte: Der große Selve-Ideenspeicher mit nun insgesamt 639 Vorschlägen wurde beim mehrtägigen Workshop von einem interdisziplinären Team genauestens durchforstet. Die Beteiligten wählten dabei in diversen Schleifen genau die Produktideen aus, die ob ihrer Funktionalitäten die größten Erfolgsaussichten am Markt haben und mit den Strategie-Punkten von Selve perfekt übereinstimmen.

Bei einer weiteren Workshop-Runde im November identifizierte das Ideenteam daraus schließlich 15 Top-Ideen. "Diese stellten wir im nächsten Step bei einem Pitch, ähnlich wie im TV-Format ‚Höhle der Löwen‘, dem finalen Bewertungsteam vor", berichtet Vogt. Diesem Team gehör(t)en unter anderem die beiden Geschäftsführer sowie die Vertriebsleitung an.

Nach dem Pitch ist vor dem nächsten

"Die innovativen Produktideen, von denen wir beim Pitch dann zehn in Reihenfolge gebracht und als neue Entwicklungsprojekte priorisiert haben, gehen genau in die richtige Richtung", resümiert Böck.

Um welche künftigen Neuentwicklungen es sich handelt, will er noch nicht verraten. Demnach finden sich darunter neben intelligenten Smart-Home-Anwendungen und weiteren Commeo-Neuerungen außerdem auch Produktbereiche, die über das bisherige Selve-Portfolio hinausgehen. Und so zeigt schon allein dieser erste, erfolgreich absolvierte Durchgang des Innovationsprozesses, dass in und hinter dem Verfahren jede Menge Neues steckt.

Regelmäßige Workshops mit interdisziplinären Teams

Alle damit verbundenen Aktivitäten werden im Lüdenscheider Unternehmen jetzt fest verankert. Um fortlaufend neue Produktideen zu generieren, gibt es regelmäßige Workshops mit interdisziplinären Teams. Ihre Vorschläge werden genauso wie die Ideen davor in einem großen "Ideenkühlschrank" aufbewahrt, damit nichts verloren geht.

"Unser Ideen- und Bewertungsteam wird sich fortan drei- bis viermal jährlich treffen, um innovative Ansätze weiter zu beleuchten und gegebenenfalls für die Umsetzung auszuwählen", erläutert Vogt das Vorgehen.

"Wir haben zudem Workshops zu speziellen Schwerpunkten geplant." Darüber hinaus sollen in Zukunft ausgewählte große Fachkunden am Prozess beteiligt werden, um eigene Produktwünsche und -ideen einzubringen und diese gemeinsam mit den Selve-Teams zu bewerten sowie auszuarbeiten.


Weitere Informationen: www.selve.de

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