Feierliche Übergabe: Werksleiter Peter Neumann, Porz, erhält das Feuer von Stephan Fieberg, Werksleiter Stolberg.

Feierliche Übergabe: Werksleiter Peter Neumann, Porz, erhält das Feuer von Stephan Fieberg, Werksleiter Stolberg. (Foto: © Rohl Fotografie, Saint-Gobain Glass)

Saint-Gobain Glass: Neue Schmelzwanne im Werk Porz geht in Betrieb

Nach der mehrmonatigen Kaltreparatur wurde das Feuer in der Glasschmelzwanne des Werkes Porz wieder entzündet. Damit wird das Saint-Gobain Glass Werk in den kommenden Wochen wieder in Betrieb gehen.

Die sogenannte Antemperung ist ein Prozess, der über mehrere Wochen geht, bis die Wanne auf ihrer Betriebstemperatur von rund 1.500 °C ist. Die erste Glasproduktion ist nach heutigem Stand für Ende Juni geplant.

Im Rahmen der umfangreichen Kaltreparatur wurden außerdem Anlagen und Technik modernisiert, insbesondere im Umweltbereich. Die Wanne selbst erhielt ein neues energieeffizientes Design, eine moderne Abwärmenutzung und eine erweiterte Abgasreinigung, was unter anderem zu einer deutlichen Reduzierung von CO2-Emissionen führen wird.

Porzer Wanne trägt den Namen Alexandra

Patin Alexandra ist zugleich Namensgeberin der neuen Wanne. Foto: © Rohl Fotografie, Saint-Gobain GlassPatin Alexandra ist zugleich Namensgeberin der neuen Wanne. Foto: © Rohl Fotografie, Saint-Gobain Glass

Das Entzünden einer Schmelzwanne entspricht einer jahrhundertelangen Tradition. Das Feuer wird von Schmelzofen zu Schmelzofen weitergegeben und stammt immer aus der jüngsten in Betrieb genommenen Wanne.

In diesem Fall stammt das Feuer aus dem Werk Stolberg bei Aachen, das der Stolberger Werkleiter höchstpersönlich auf nachhaltige Art und Weise – mit dem Fahrrad – nach Porz gebracht hat. Eine weitere Tradition der Glasherstellerzunft ist die Ernennung einer Patin, die der Schmelzwanne ihren Namen verleiht: die Porzer Wanne trägt den Namen Alexandra. Patin ist die Tochter eines der Mitarbeiter der Saint-Gobain Glass Deutschland.

Glasproduktion mit Tradition

Das Werk Porz hat bereits vor 125 Jahren seine Glasproduktion begonnen. Im Jahr 1966 wurde die EDF (Erste Deutsche Float) mit einer Leistung von 250 Tonnen am Tag in Betrieb genommen. Es handelt sich tatsächlich um das erste Glaswerk mit Float-Herstellverfahren in Deutschland.

Heute liegt die maximale Leistung bei 1000 t/Tag und es können Glaselemente von bis zu 18 Meter Länge hergestellt werden. Damit gehört Porz weltweit zu den bedeutendsten Glasproduktionsstandorten bei Saint-Gobain.


Weitere Informationen: www.saint-gobain-glass.de

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