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Marktstudie: Neuer Wintergarten statt Urlaubsreise

Der Markt für Wintergarten- und Terrassendächer in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) war ein großer Profiteur der Corona-Maßnahmen, wie eine Studie von Interconnection Consulting zeigt.

2020 stieg der Absatz um sagenhafte 16,6 Prozent und auch in diesem Jahr wird der Boom weitergehen (+13,8 Prozent). Österreich und Deutschland wuchsen 2020 sogar um mehr als 20 Prozent.

Investitionen ins Eigenheim wurden in der Pandemie zum Volkssport. Nach moderaten Wachstumszahlen in den Jahren vor der Pandemie explodierte das Wachstum des Absatzes, sowie des Umsatzes der Wintergärten- und Terrassendächer in der DACH-Region. Die hohen Ersparnisse aufgrund von Reisebeschränkungen und anderer Beschränkungen des öffentlichen Lebens flossen in das eigene Heim.

Die Umsätze der Branche stiegen in Deutschland am stärksten (+21,1 Prozent) und in Österreich um 20,8 Prozent. Der Schweizer Markt legte im Vergleich "nur" um 13,2 Prozent zu.

Fortsetzung des Wachstums erwartet

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"Schweizer Einfamilienhäuser haben sehr oft große Wohnzimmer und Fensterfronten und daher ist einerseits ein Zubau mit Decke nicht notwendig und andererseits ist es technisch oft gar nicht möglich einen Zubau zu realisieren", erklärt Daniel Kollar, Autor der Studie. Für 2021 erwartet Interconnection eine Fortsetzung des Wachstums auf ähnlichem Niveau.

Bereits jetzt berichten viele Anbieter von vollen Auftragsbüchern bis September. Ab 2022 wird dann ein signifikanter Rückgang des Geschäfts erwartet, weil die Menschen dann ihr Geld wieder für Reisen und andere Vergnügungen verwenden werden. Interconnection erwartet für den Zeitraum 2020 bis 2024 für Deutschland einen durchschnittlich jährlichen Anstieg von 2,0 Prozent, für die Schweiz 1,7 Prozent und für Österreich 0,6 Prozent.

Fünf Unternehmen teilen sich Hälfte des Gesamtmarktes

In der Studie werden Wintergärten und Terrassendächer von Profil- und Systemanbieter berücksichtigt. Profilanbieter liefern Profile und Planungssysteme an Metallbauer, die aus diesen Halbfabrikaten fertige Wintergärten produzieren. Wichtige Profilanbieter sind Schüco und Heroal. Systemanbieter liefern komplett fertig produzierte Systeme an Bauelementehändler und Metallbauer, welche diese dann beim Endkunden installieren (z.B. Gardendreams, Aluxe).

Die Produkte sind meist aus Aluminium, seltener aus Kunststoff oder aus Alu-Holz Kombinationen. Insgesamt zeigt sich, dass die Terrassendächer mit einem Absatzwachstum von 17,3 Prozent im letzten Jahr stärker zulegten als die Wintergärten (13,4 Prozent). Die Terrassendächer machen 82,1 Prozent des Gesamtmarktes aus. In den DACH-Ländern beträgt der Marktanteil der Top-Fünf Anbieter für Wintergärten und Terrassendächer 49,2 Prozent.

Weitere Informationen: www.interconnectionconsulting.com

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