Licht als Kunst im Museum Louvre in Abu Dhabi erleben.

Licht als Kunst im Museum Louvre in Abu Dhabi erleben. (Foto: © Warema)

Warema Sonnenschutz für das Museum Louvre in Abu Dhabi

FASSADE - Aktuell

August 2019

Ein Ort, an dem Sonnenstrahlen zu Kunst werden und Tageslicht zu einem Element der Architektur: Das Museum Louvre in Abu Dhabi gleicht keinem anderen Gebäude der Welt.

Für das Projekt des Architekten und Pritzker-Preisträgers Jean Nouvel von Jean Nouvel Ateliers in Paris stand von vornherein fest, dass der Bau selbst ein eigenes Kunstobjekt werden würde. Für die unterschiedlichen Gewerke heißt das: Sonderlösungen statt Standardausstattung.

Um trotz greller Wüstensonne im Innern ein angenehmes Lichtambiente zu schaffen und die empfindlichen Kunstwerke vor aggressiven Strahlen zu schützen, hat Sonnenschutzexperte Warema daher einzigartige Verschattungen mit bewährt smarter Technologie entwickelt und produziert.

Eigene Stadt am Meer

Foto: © Warema
Foto: © Warema

Auf der Abu Dhabi City vorgelagerten Insel Saadiyat erhebt sich das Museum Louvre als eine eigene Stadt am Meer. Die 55 miteinander verbundenen Gebäude erwecken den Eindruck einer arabischen Siedlung, die von einer markanten Kuppel mit 180 Metern Durchmesser überspannt wird.

In den zu Blöcken gruppierten Bauten befinden sich 26 Galerien. Dabei sind die einzelnen Gebäudegruppen je einer Kunstrichtung gewidmet. Wer die Häuser verlässt, findet sich in Höfen und Passagen oder auf Freitreppen wieder, die zum Wasser führen.

Ein sich wandelnder Lichtregen

Die zentrale Plaza im Schutz der scheinbar geflochtenen Kuppel ist das Herzstück der Anlage, denn hier erlebt der Besucher den dynamischen „Rain of Light“-Effekt der schwerelos anmutenden Kuppel. Insgesamt acht Schichten aus perforiertem Edelstahl und Aluminium überlagern sich versetzt in unterschiedlichen Formaten, so dass ein raffiniertes Muster entsteht.

Nouvel hat sich hierfür von Palmenblättern inspirieren lassen, welche die Sonnenstrahlen immer wieder anders brechen. Mit seiner einzigartigen Kuppel inszeniert er Lichtflecken am Boden, auf den weißen Außenwänden und dem Wasser.

Sie verändern sich im Laufe des Tages kontinuierlich mit dem Gang der Sonne. Bei hoher Luftfeuchtigkeit oder einem erhöhten Anteil an Staubpartikeln in der Luft werden auch die gebündelten Lichtstrahlen für das menschliche Auge sichtbar.

Einzigartiger Sonnenschutz zur Gestaltung des Lichts

Die gleiche Leichtigkeit und Perfektion wie bei der Lichtinszenierung Jean Nouvels setzt Warema auch beim professionellen Sonnenschutz um. Er ist Teil des künstlerischen Gesamtwerks und dient der Lichtgestaltung, dem Schutz der Kunstobjekte sowie als Hitze-, Sicht- und Blendschutz.

Foto: © Warema
Foto: © Warema

Zum Einsatz kommen 216 Anlagen der Climara Wintergarten-Markise W10 mit secudrive-Führung und Steuerung durch etwa 140 LONMSE 4M230I REG Aktoren sowie 680 innenliegende Träger-Objekt-Rollos. Um den hohen Anforderungen des Stararchitekten gerecht zu werden, waren eine intensive Zusammenarbeit über sämtliche Entwicklungsphasen hinweg sowie eine hohe Beratungskompetenz gefragt.

Die Experten von Warema brachten ihr Know-how vom ersten groben Konzept und der Detailplanung bis zur Bemusterung in Paris und an einem Objekt in Originalgröße in Abu Dhabi ein. Ihre technischen und ästhetischen Lösungen wurden vom Designteam des Projektes bestätigt und kamen schließlich zur Umsetzung. Nicht zuletzt deshalb, weil die Sonderlösung nicht nur technisch alle Voraussetzungen erfüllte, sondern gleichzeitig auch wirtschaftlich überzeugte.

Technik verschwindet hinter der Verkleidung

Eine Herausforderung war es, mit der filigranen Anmutung der Architektur zu korrespondieren. Zudem sollten die Unterglas-Markisen und Rollos den besonderen Lichtverhältnissen in der Wüste und den Anforderungen an ein Museum gerecht werden. Daher wurden sie jeweils dreilagig gefertigt. Je nach Lichteinstrahlung wird das Tageslicht durch eine oder zwei Stofflagen gefiltert.

Die dritte Stoffschicht ist ein Blackout und kommt beispielsweise bei Fotoausstellungen, in der Nacht oder als Wärmeschutz zum Einsatz. Um trotz dreifacher Technikanlagen in der Vertikalen mit einem entsprechenden Umfang nicht das fragile Erscheinungsbild der Architektur zu beeinträchtigen, war eine absolut exakte Berechnung der Schlitze für Führungsschiene und Seilführung in den Wänden aus Glasfaserbeton erforderlich.

Die secudrive-Anlagen in der Horizontalen, die sehr flach sind und den Stoff perfekt spannen, passten genau in das architektonische Konzept. Dabei verschwindet die Technik hinter der Verkleidung des Lichtschachts. Im ausgefahrenen Zustand ist von der Anlage nur der Stoff sichtbar, das Ausfallprofil und der Stoff fahren durch kleine Schlitze ein und aus.

Smarte Technologie für die perfekte Inszenierung

Foto: © Warema
Foto: © Warema

Eine automatisierte Steuerung orchestriert das Fahren der Lagen und Behänge zu bestimmten Zeiten und abhängig von der Helligkeit. Zudem ermöglicht eine aufwendige Visualisierung eine präzise manuelle Regulierung des Sonnenlichtes per PC-Bedienung und über Tablets. Warema hat die Museumsangestellten im Umgang mit der technischen Anlage intensiv geschult, so dass sie die Parameter auch für temporäre Ausstellungen nach Bedarf anpassen können.

Wo Sonnenstrahlen zu Kunst werden und Licht zu einem Teil der Architektur, sind außergewöhnliche Sonnenschutzlösungen gefragt, die höchste Ansprüche erfüllen. Warema zeigt im Louvre in Abu Dhabi eindrucksvoll, was sich durch eine enge Zusammenarbeit von Architekten und Sonnenschutzexperten erreichen lässt.

www.warema-group.com

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