3. Fachdialog Fassadenplanung
Prof.-Ing. Peter Andres zeigte, wie sich Tageslichtkonzepte richtig planen lassen.

Prof.-Ing. Peter Andres zeigte, wie sich Tageslichtkonzepte richtig planen lassen. (Foto: © Mediashots)

Hochkarätiger Fachdialog Fassadenplanung

Bereits zum dritten Mal fand am 16. Mai 2019 im Next Studio by Wicona + Partners in Frankfurt der „Fachdialog Fassadenplanung“ statt.

Mehr als 120 Experten aus der Fassadenbranche waren vor Ort und folgten der Einladung der NEXT Partner Air-Lux, Pohl und Wahl.

Thematisch spannte sich der Bogen diesmal von der Tageslichtplanung über eindrucksvolle Sanierungsprojekte und internationalen architektonischen Highlights bis zur Materialforschung. Als Medienpartner war auch die FASSADE wieder mit dabei – hier ein kurzer Rückblick auf eine fachlich hochinteressante Tagung.

Soviel Tageslicht wie möglich

Zum Start referierte Prof. Peter Andres (Unabhängige Lichtplanung und -beratung) und argumentierte leidenschaftlich über die Berücksichtigung sinnvoller Tageslichtkonzepte bei der Gebäude- und Fassadenplanung. Ziel müsse es sein, soviel Tageslicht wie möglich in den Innenraum hineinzulassen – natürlich immer unter Berücksichtigung der Behaglichkeit, des Komforts und der Energieeffizienz.

Benjamin Bender vom Next Partner Air-Lux erläuterte die im Projekt 160 Park View eingesetzten Schiebeelemente, die hohen Anforderungen an Schallschutz, Sicherheit und Windkräften genügen mussten.

Schritte der Fassadenplanung und Fertigung

Im Anschluss präsentierten Horst Schinschke und Andreas Urff (KSP Jürgen Engel Architekten) mit dem Projekt eines der aufregendsten Gebäude von Frankfurt und erklärten dabei im Detail den Planungs- und Entwurfsprozess. Vor allem die filigrane, champagner-farbene Metallfassade und der repräsentative Eingangsbereich machen das Objekt zum architektonischen Highlight.

Foto: © Mediashots
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Im Verlauf des von Martin Prösler (Prösler Kommunikation) moderierten Tages erläuterte Jürgen Einck (DS-Plan) die Fassadensanierung der über 40 Jahre alten Gebäudehülle der Bettentürme am Universitätsklinikum Münster, die im laufenden Betrieb realisiert wurde.

Von der Detailkonstruktion bis hin zum Bau von Mock-ups und Prototyp erläuterte Jürgen Einck die einzelnen Schritte der Fassadenplanung und Fertigung. Beteiligt an dem hochkomplexen Fassadenprojekt war unter anderem der NEXT Partner Wahl mit seiner Premium-Lackierung Duraflon.

Einblicke in den Design- und Entwurfsprozess

Der auf Einladung von Pohl anwesende Johannes Schafelner von Zaha Hadid Architects präsentierte zahlreiche herausragende Projekte des renommierten Architekturbüros. Im Fokus dabei: das „520 W 28th Street“ in New York. Dabei gab er interessante Einblicke in den Design- und Entwurfsprozess, den Modell- und Mock-up-Bau sowie die aufwendige Produktion und Montage der hochwertigen Fassadenlösung.

Zum Abschluss berichtete Prof. Dr.-Ing. Ulrich Knaack (TU Darmstadt/TU Delft) in unnachahmlicher Weise über adaptive Fertigungsmethoden im Bauwesen – natürlich mit dem Fokus auf der Fassade.

Vor allem der 3D-Druck unterschiedlicher Materialien biete in Zukunft enorme Potenziale bei der Fertigung von Bauteilen und Elementen für Fassaden – ob Beton, Kunststoff, Aluminium, Glas oder Ziegel: Alles ist – zurzeit mehr oder weniger wirtschaftlich – druckbar.

4. Fachdialog Fassadenplanung am 15. Oktober

„Der 3D-Druck wird ganz sicher kommen“, so Prof. Knaack. Insbesondere bei der Herstellung komplexer Fassadenkonten für Pfosten-/Riegel-Fassaden oder auch bei der Ersatzteilproduktion von nicht mehr lieferbaren Teilen sieht der Experte zukünftig Chancen.

Der 4. Fachdialog Fassadenplanung findet am 15. Oktober 2019 im NEXT Studio in Frankfurt statt.

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