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Effiziente KNL Lüftungskonzepte zum Schutz vor Corona-Aerosolen

FASSADE - Aktuell

November 2020

Wirksame Lüftungskonzepte sind für den aus energetischer und hygienischer Sicht anforderungsgerechten Gebäudebetrieb eine rechtlich zwingende Voraussetzung.

Das Ziel: Eine nutzergerechte Raumlüftung, bei der möglichst viel verbrauchte Luft mit zu hoher Konzentration an Kohlendioxid (CO2), Feuchtigkeit und Schadstoffbelastung regelmäßig durch einen hohen Frischluftanteil von außen ersetzt wird. Damit ist sie auch ein entscheidender Baustein, das Risiko einer Infektion durch SARS-CoV-2-kontaminierte Aerosole in Innenräumen zu senken.

Wie das bedarfsgerecht, nutzerunabhängig und wirtschaftlich über KNL-Lüftungskonzepte erreicht werden kann, darüber informiert der Verband Fensterautomation und Entrauchung e. V. (VFE) in einem aktuellen Whitepaper zum Thema "Kontrollierte natürliche Lüftung (KNL) und gesunde Raumluftqualität".

Luftqualität wird belastet

Foto: © Verband für Fensterautomation und Entrauchung e.V.Foto: © Verband für Fensterautomation und Entrauchung e.V.

Eineinhalb bis zwei Meter Mindestabstand? Diese Hygieneregel zum Schutz vor einer Übertragung der Corona-Viren SARS-CoV-2 durch eine "klassische" Tröpfcheninfektion gilt nicht für Aerosole – insbesondere nicht in geschlossenen Räumen mit unzureichender Lüftung. Hält sich ein Mensch in einem geschlossenen Raum auf, wird die Luftqualität durch produziertes Kohlendioxid und verbrauchten Sauerstoff belastet.

Dabei atmet die Person Aerosole aus, die potenziell mit Krankheitserregern belastet sein können, die dann von anderen Personen im Raum eingeatmet werden. Virenkontaminierte Aerosole können stundenlang in der Raumluft schweben. Darauf weisen neueste Untersuchungen von örtlich begrenzten Corona-Ausbrüchen hin, bei denen unter anderem Restaurants, Großraumbüros und Schlachtbetriebe als Infektions-Hot-Spots gelten.

Technische Raumlüftungskonzepte empfohlen

Als verlässliche Lösungen für eine bedarfsgerechte, nutzerunabhängige Frischluftzufuhr – nicht nur mit Blick auf das Thema Aerosole und Corona-Übertragung – empfiehlt der Verband Fensterautomation und Entrauchung e. V. (VFE) technische Raumlüftungskonzepte auf Basis automatisierter elektromotorischer Fenster zur kontrollierten natürlichen Lüftung (KNL), die gegebenenfalls auch als ventilatorgestützte Hybridsysteme konzipiert sein können.

"KNL-Lüftungskonzepte verbinden höchste Ansprüche an Raumluftqualität, Hygiene, Komfort und Behaglichkeit sowie Flexibilität mit geringem Primärenergiebedarf und reduzierten Investitions- und Betriebskosten – eine effiziente, normenkonforme Lösung für Wohn- und Nichtwohngebäude und eine der wirksamsten Methoden, um die Konzentration Aerosol-getragener Corona-Viren zu minimieren", sagt Christoph Kern, Vorstandsvorsitzender des VFE.

Zu diesem Thema hat der Verband ein Whitepaper herausgegeben, in dem die Wirkungsweise von Lüftungskonzepten speziell im Hinblick auf Aerosol-Belastungen in Innenräumen betrachtet wird.

Weitere Informationen: Das Whitepaper steht zum kostenlosen Download auf der Website des VFE zur Verfügung.

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