Auf über 11.000 Quadratmetern entsteht im südsteirischen Gabersdorf aktuell das internationale Produktions-Kompetenzzentrum.

Auf über 11.000 Quadratmetern entsteht im südsteirischen Gabersdorf aktuell das internationale Produktions-Kompetenzzentrum. (Foto: © Wo&Wo/Mario Sudy)

Wo&Wo mit strategischem Investment

Der steirische Sonnenschutzpionier Wo&Wo Sonnenlichtdesign GmbH & Co KG wandert mit all seinen Gesellschaften unter das Dach der börsennotierten Groupe SFPI.

Mit dem finanzkräftigen Neo-Eigentümer aus Frankreich will das Traditionsunternehmen neue Marktzugänge erschließen und den Umsatz, der seit 2015 um 40 Prozent angestiegen ist, weiter anfachen. Dafür wurde auch in Millionenhöhe in den Ausbau des Wo&Wo-Produktionsstandorts in der Südsteiermark investiert.

Wider Erwarten bleibt man in der Wo&Wo-Zentrale in Graz auch während der Hochsaison entspannt, denn der steirische Sonnenschutzpionier bereitet sich bereits ab den Wintermonaten gewissenhaft auf die Tropentage – und dem damit verbundenen Nachfragehoch – vor.

Während man die Bauteile für Sonnenschutzlösungen aktuell von den USA bis nach Australien exportiert, werden die hochqualitativen Fertigprodukte – wie Markisen, Raffstoren, Rollläden, Insektenschutzprodukte sowie innenliegende Sicht- und Sonnenschutz-Systeme – insbesondere am Heimmarkt und nach Deutschland, Schweiz sowie nach Frankreich verkauft.

Kartellbehörden müssen noch zustimmen

Ing. Wolfgang Kuss (l.) und Ing. Alexander Foki: Wir sind der festen Überzeugung, durch den neuen Eigentümer weiter an Stabilität und Attraktivität – für Kunden und auch Mitarbeiter – gewinnen zu können. Foto: © Wo&Wo/Mario SudyIng. Wolfgang Kuss (l.) und Ing. Alexander Foki: Wir sind der festen Überzeugung, durch den neuen Eigentümer weiter an Stabilität und Attraktivität – für Kunden und auch Mitarbeiter – gewinnen zu können. Foto: © Wo&Wo/Mario Sudy

Geht es nach den jüngsten Entwicklungen, wird ab sofort vor allem dem Wachstum innerhalb der "Grande Nation" besondere Bedeutung geschenkt werden: Denn zum 1. August ist Wo&Wo unter das Dach der Groupe SFPI aus Frankreich gewandert.

Der bereits 1985 gegründete, börsennotierte Industriekonzern (3900 Mitarbeiter, Umsatz 2021: 562 Millionen Euro) liefert Lösungen für die Sicherheit und den Komfort von Gebäuden, die Luftreinhaltung und die Energieeinsparung – sowohl für industrielle Abnehmer als auch Endkunden.

Die Transaktion, über deren Details Stillschweigen vereinbart worden ist, steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Kartellbehörden.  

Wachstum und Innovation

Vom strategischen Engagement des Neo-Eigentümers will Wo&Wo profitieren: "Wir sind sehr froh, dass wir mit der internationalen Groupe SFPI einen am Markt versierten und finanzkräftigen Partner zur langfristigen und nachhaltigen Weiterentwicklung unseres Unternehmens gefunden haben"

230 Mitarbeitende erzeugen in Graz qualitativen Sonnenschutz, der in die ganze Welt exportiert wird. Foto: © Wo&Wo/Mario Sudy230 Mitarbeitende erzeugen in Graz qualitativen Sonnenschutz, der in die ganze Welt exportiert wird. Foto: © Wo&Wo/Mario Sudy

Und weiter: "Wir sind der festen Überzeugung, durch den neuen Eigentümer weiter an Stabilität und Attraktivität – für Kunden und auch Mitarbeiter – gewinnen zu können. Gemeinsam wollen wir auf ‚Qualität made in Austria‘ setzen", betonen Alexander Foki und Wolfgang Kuss, Geschäftsführer von Wo&Wo.

Die Groupe SFPI – mit Hauptsitz in Paris – erwirbt das steirische Traditionsunternehmen von der Münchner Industrieholding Adcuram, die Wo&Wo 2015 übernommen hatte. Während dieser Zeit konnte der Umsatz um 40 Prozent erhöht werden: Zuletzt wurden mit 320 Mitarbeitern über 61 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet.

Erfolgsweg fortsetzen

Dieser Erfolgsweg soll nun mit SFPI fortgesetzt werden: "Wir wollen die Marktzugänge unseres neuen Eigentümers strategisch für unser Wachstum und unsere Innovationskraft nutzen. Auf Basis dieser neuen Impulse werden wir den Sonnenschutzmarkt erfolgreich mitgestalten bzw. weiterentwickeln, um so unsere Vorreiterstellung am nationalen und internationalen Markt weiter auszubauen", betont Alexander Foki.

Geschäftsführerkollege Wolfgang Kuss hält fest, dass "sowohl die jahrzehntelange Kooperation mit Fachhändlern als auch nachhaltige Investitionen in unsere loyalen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zentrale Eckpfeiler der künftigen Unternehmensstrategie bleiben werden".

Millioneninvestition in Gabersdorf

Das Unternehmen steht international für hochqualitative Sonnenschutzlösungen für Wohnen drinnen und Wohnen draußen. Foto: © Wo&Wo/Mario SudyDas Unternehmen steht international für hochqualitative Sonnenschutzlösungen für Wohnen drinnen und Wohnen draußen. Foto: © Wo&Wo/Mario Sudy

Von strategischer Bedeutung bleibt auch die Südsteiermark für Wo&Wo: Seit Beginn des Vorjahres hat der Sonnenschutzpionier den Standort, im "hallo business park" im südsteirischen Gabersdorf, in dem sich nun die zentrale Produktion für die textile Außenbeschattung befindet, von 1500 auf über 11 000 Quadratmeter ausgebaut.

In den kommenden Monaten soll der Standort, auf dem aktuell die finalen Arbeiten zur Fertigstellung erfolgen, offiziell als neues internationales Kompetenzzentrum des Unternehmens eröffnet werden.

"Durch den Ausbau des Standorts können wir die gesamte Wertschöpfung unserer Produkte flexibel in einer durchgängigen Produktion abbilden. Dadurch können wir Lieferzeiten und den CO2-Ausstoß – durch die Reduktion von logistischen Wegen – optimieren", betont das Wo&Wo-Geschäftsführer-Duo. Rund 1,6 Millionen Euro hat das Unternehmen gemeinsam mit dem "hallo business park" für den Ausbau in die Hand genommen.


Weitere Informationen: www.woundwo.com

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