Bereits seit drei Jahren nutzt der Markisenhersteller Virtual-Reality-Brillen, zum Beispiel um neue Markisen zu entwickeln

Bereits seit drei Jahren nutzt der Markisenhersteller Virtual-Reality-Brillen, zum Beispiel um neue Markisen zu entwickeln (Foto: © Markilux)

VR-Brillen für die Konstruktion neuer Modelle

RTS Magazin - Aktuell

September 2019

Virtual-Reality-Brillen sind seit Jahren in der Unterhaltungsindustrie sehr beliebt. Doch auch die Industrie hat das Potenzial der Brillen längst für sich erkannt.

Prototypen neuer Produkte und Bauteile lassen sich mit ihrer Hilfe früh daraufhin prüfen, ob sie sich für die weitere Entwicklung eignen. Auch Markisenspezialist Markilux nutzt VR-Brillen zu diesem Zweck. Ihr Einsatz hilft, den Prozess bis zum fertigen Produkt zu verkürzen.

Bereits seit drei Jahren nutzt Markisenhersteller Markilux Virtual-Reality-Brillen oder auch VR-Brillen. Die Brillen erzeugen eine virtuelle Realität, in die der Betrachter in Echtzeit eintauchen kann.

Michael Gerling, Geschäftsführer für Technik und Produktion, weiß ihren Einsatz zu schätzen: „Wir haben uns für die Brillen entschieden, da sich Bauteile und Entwürfe neuer Modelle sehr realitätsnah darstellen lassen. Dadurch ist man schnell in der Lage, zu beurteilen, wie eine Konstruktion oder ein Design wirkt und ob es funktioniert.“ Auch komplette Landschaften oder Gebäude lassen sich virtuell abbilden. So kann man gut prüfen, wie Prototypen neuer Markisen an einem Haus aussehen.

Verkürzte Entscheidungsprozesse

Die Virtual-Reality-Technik ermöglicht zudem schnellere Entscheidungen für oder gegen erste Ideen neuer Produkte. Über die Konstruktionssoftware kann man die Daten direkt auf die VR-Brille schicken und überprüfen.

„Wir haben zum Beispiel mehrere Entwürfe unserer neuen Kassettenmarkise MX-3 in unserer Entwicklerrunde zur Diskussion gestellt. Jeder konnte sich die Modelle mit der VR-Brille anschauen. Das ist wesentlich plastischer als eine Präsentation und führt schneller zu einem Ergebnis“, so Gerling.

Dadurch verkürzt sich auch die Entwicklungszeit. Zumal das Unternehmen für das Prototyping schon seit Jahren 3D-Druck einsetzt. Reale dreidimensionale Objekte und virtuelle 3D-Modelle ergänzen sich im Konstruktionsprozess laut Michael Gerling perfekt.

Vielfältig nutzbar

Doch nicht nur in der Konstruktion spielt Virtual Reality bei Markilux mittlerweile eine Rolle, sondern auch im Vertrieb. Hier wird VR-Technik zum Beispiel bei Roadshows genutzt, um Produkte vorzuführen, die vor Ort nicht präsentiert werden können.

Michael Gerling erklärt hierzu: „Kunden können unsere Markisen auf diese Weise in einer Umgebung erleben, die der Realität sehr nahe kommt. Das erweitert die Möglichkeiten des Verkaufs. Vor allem, wenn der Endkunde seine individualisierte Produktauswahl irgendwann auch per VR-Brille betrachten kann.“ Denn dies weckt Emotionen und kräftigt den Kaufentscheid.

Zudem kann man sich vorstellen, VR-Brillen künftig auch in der Schulung von Mitarbeitern und Fachpartnern einzusetzen. Oder aber, wenn es darum geht, das Markisenwerk zu erweitern und man sich vorab ein genaues Raumbild wünscht. „Was den Einsatz von VR-Technik betrifft, sind wir auch in Zukunft sehr offen und werden sie überall dort nutzen, wo sie Arbeitsabläufe erleichtert, beschleunigt oder den Verkauf unterstützt“, so Gerling.

www.markilux.com

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