Geschäftsführer Frank Kiefer sieht mittelfristig "großes Entwicklungspotenzial" für sein Unternehmen.

Geschäftsführer Frank Kiefer sieht mittelfristig "großes Entwicklungspotenzial" für sein Unternehmen. (Foto: © Berner Torantriebe)

Schiebetore treiben Wachstum

Berner Torantriebe mit Sitz in Rottenburg am Neckar hat die Pandemie-Krise genutzt, um seine Produktionskapazitäten zu erweitern und Innovationen voranzutreiben.

Besonders gut verkauften sich zuletzt Schiebetore der Berner-Marke Supeero. Diese sind als Komplettsystem aus fertiger Toranlage sowie dem bewährtem Berner Antriebssystem nebst normkonformem Sicherheitspaket erhältlich. Aufgrund von vielen Anfragen bringt der schwäbische Mittelständler im nächsten Jahr eine eigene Serie von Drehtoren heraus. "In diesen beiden Bereichen sehen wir mittelfristig ein enormes Entwicklungspotenzial", so Geschäftsführer Frank Kiefer.

Weiterhin machen die Garagentorantriebe mit ca. 50 Prozent den Hauptanteil vom Gesamtumsatz bei Berner aus. Danach folgen Funkkomponenten und Zubehör sowie Parkplatzabsperrung und Ersatzteile. Die Herstellung von Schiebetoren der Marke Supeero trägt inzwischen fünf Prozent zum Umsatz bei. "In diesem Segment wachsen wir überdurchschnittlich", so Kiefer.

Seit August 2018 befinden sich die Marken Berner und Supeero gemeinsam unter dem Dach der Berner Torantriebe. "Dank der Fusion können wir komplette Torsysteme anbieten", betont Frank Kiefer. Aus dem Know-how-Transfer der beiden Berner-Einheiten sind zudem neue Produkte entstanden etwa der in die Führungssäule integrierte Antrieb für Schiebetore.

Neue Kunden trotz Pandemie

Trotz Pandemie-Krise ist das Unternehmen an seinem Standort in Rottenburg am Neckar noch einmal um 2500 Quadratmeter gewachsen. Foto: © Berner TorantriebeTrotz Pandemie-Krise ist das Unternehmen an seinem Standort in Rottenburg am Neckar noch einmal um 2500 Quadratmeter gewachsen. Foto: © Berner Torantriebe

Vergrault der Antriebshersteller Berner nicht die eigenen Industrie-Kunden, wenn er jetzt selbst Tore herstellt? Kiefer: "Ganz im Gegenteil. Viele unserer Kunden, die früher nur Antriebe bei Berner bezogen haben, kaufen mittlerweile ,steckerfertige´, CE und normenkonforme Torsysteme bei uns. Auch unser Vertriebskonzept ist so ausgelegt, dass sich für jeden eine Win-Win-Situation darstellt."

Trotz Pandemie konnte Berner zuletzt sogar neue Kunden gewinnen. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Metallbauer, die aus unterschiedlichen Gründen die Herstellung eigener Tore eingestellt bzw. zurückgefahren haben. Auf der Vertriebsseite gewannen die Rottenburger neue Gesprächspartner wie etwa Architekten und Fachplaner hinzu. "Dieser wertvolle Austausch hilft uns neben dem Bereich Schiebetore auch in den angestammten Produktsegmenten der Berner Torantriebe", so Kiefer.

Stetige Weiterentwicklung

Infolge der Fusion mit Supeero wurde im Jahr 2020 der Betriebsstandort in Rottenburg am Neckar um 2500 Quadratmeter erweitert. Hiervon entfallen 1500 Quadratmeter auf die Produktion von Supeero Schiebetoren und Lagerflächen. Die übrigen 1000 Quadratmeter verteilen sich auf zusätzliche Büroräume und das ebenfalls neu entstandene Schulungszentrum mit einer Produktausstellung.

Dort bildet Berner seine Fachhändler weiter. "Mittlerweile sind Schulungen, selbstverständlich unter Einhaltung des Hygienekonzepts, angelaufen. Das Feedback unserer Kunden hat uns darin bestätigt, mit dem neuen Zentrum Kundennähe in Präsenzveranstaltungen und nicht nur digital zu leben", berichtet Schulungsleiter René Hirschka.

Enormes Entwicklungspotenzial

Positiv wirkt sich für Berner die Zugehörigkeit zur Hörmann-Gruppe aus. "Insbesondere der ständige und regelmäßige Austausch mit den Materialgruppenmanagern hilft, rechtzeitig Maßnahmen einzuleiten", so Kiefer. Große Hoffnungen setzt Berner auf die neue Serie von Drehtoren, die im nächsten Jahr an den Start geht. Wie bei den Schiebetoren sieht Frank Kiefer auch hier "mittelfristig ein enormes Entwicklungspotenzial". Ebenfalls mittelfristig könnten neue Produktbereiche rund um das Thema Torautomation/-bedienung integriert werden.

Trotz der angespannten Situation auf den Weltmärkten bleiben Berner Torantriebe auch weiterhin lieferfähig. Das schwäbische Unternehmen will alles dafür tun, damit es so bleibt. Allerdings gäbe es einige Umstände, die "außerhalb unserer Kontrolle liegen". Daher bittet Berner seine Kunden um Nachsicht, wenn es aufgrund von Materialknappheit und Rohstoffpreisen dennoch zu Verzögerungen kommen sollte.

Weitere Informationen: www.berner-torantriebe.eu

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