Bottero-Stand auf der glasstec: Dieses Bild wird es 2021 nicht geben. Die italienischen Glasmaschinenhersteller werden sich auf die Vitrum im Oktober 2021 konzentrieren und daher nicht an der glasstec teilnehmen.

Bottero-Stand auf der glasstec: Dieses Bild wird es 2021 nicht geben. Die italienischen Glasmaschinenhersteller werden sich auf die Vitrum im Oktober 2021 konzentrieren und daher nicht an der glasstec teilnehmen. (Foto: © Vössing)

Italienische Maschinenhersteller verzichten auf glasstec 2021

Die italienischen Glasmaschinenhersteller werden nicht an der glasstec im Juni 2021 teilnehmen. Ihr Fokus liegt auf der Vitrum 2021 im Oktober in Mailand.

In einem Positionspapier hat der Verband der italienischen Glasmaschinenhersteller, GIMAV, sehr deutlich gemacht, dass die heimische Vitrum gestärkt werden soll. "Eine überwältigende Mehrheit der Mitgliedsunternehmen hat ihre Absicht bekundet, nicht an der glasstec 2020 teilzunehmen, die auf Juni 2021 verschoben wurde", heißt es in dem Papier.

Die GIMAV sieht offenbar eine Konkurrenzsituation, die durch die neue Terminierung der glasstec entstanden ist. Die Messe Düsseldorf hatte die ursprünglich für den 20. bis 23. Oktober 2020 geplante glasstec wegen der Corona-Pandemie auf den 15. bis 18. Juni 2021 verschoben. Die GIMAV hatte das kritisiert.

GIMAV will "Heim-Messe" stärken

Insofern kam die Entscheidung, auf die glasstec 2021 zu verzichten, nicht überraschend. Die GIMAV macht in dem Papier unverhohlen deutlich, dass sie die "Heim-Messe" der italienischen Glasmaschinenindustrie, die Vitrum vom 5. bis 8. Oktober in Mailand, stärken will: "Ausschlaggebend war vor allem der Wunsch, Vitrum zur einzigen internationalen Veranstaltung zu machen, die wirklich in der Lage ist, die Exzellenz der italienischen Glasindustrie zu fördern, indem sie sowohl die Maschinen als auch die Produkte und Anwendungen präsentiert, die mit unseren Technologien hergestellt werden."

Zu der Entscheidung beigetragen hätten laut GIMAV auch die Ablehnung des neuen glasstec-Termins durch die großen internationalen Akteure sowie die ungewisse Situation durch die wieder zunehmende Ausbreitung der Covid-19-Pandemie. Sollte die Messe Düsseldorf dennoch beschließen, die glasstec 2021 nicht abzusagen, will die GIMAV als Verband weiterhin dabei sein. In welcher Form dies geschehen soll, wird in dem Positionspapier nicht ausgeführt.

Rückschlag für glasstec

Für die Messe Düsseldorf ist die Absage der Italiener ein empfindlicher Rückschlag. Normalerweise belegen die italienischen Glasmaschinenhersteller bei der glasstec nach eigenen Angaben eine Ausstellungsfläche von 10.600 Nettoquadratmetern. Nun will die GIMAV die Stärke der Branche auf der Vitrum demonstrieren. Dort sei "eine erhebliche Vergrößerung der Ausstellungsfläche" geplant.

Hoch erfreut über die Entscheidung der GIMAV zeigten sich die Organisatoren der Vitrum: "Mit der Bevorzugung der Vitrum gegenüber der glasstec im Jahr 2021 bestätigten die Akteure der Branche der Glasverarbeitungstechnologien den Drang, die internationale Glasfachmesse Vitrum auf globaler Ebene zu erhalten und zu stärken", erklärt Vitrum-Präsident Dino Zandonella Necca. Dies sei "umso mehr Grund für uns, eine großartige Ausgabe zu organisieren".

Weitere Informationen: www.glasstec.de
www.gimav.it

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