Noch steht der Termin für das Messe-Duo Fensterbau Frontale und Holz-Handwerk im Juni.

Noch steht der Termin für das Messe-Duo Fensterbau Frontale und Holz-Handwerk im Juni. (Foto: © RTS Magazin)

Absagen zur Fensterbau Frontale nehmen zu

Angesichts der massiven Ausbreitung des Coronavirus haben bereits einige Aussteller ihre Teilnahme an der Fensterbau Frontale im Juni 2020 abgesagt. Hier eine aktuelle Liste.

Nachdem zunächst der Termin im März (18.-21.) zweieinhalb Wochen vor dem Messestart gestrichen wurde, hat die NürnbergMesse am 9. März den 16. bis 19. Juni dieses Jahres als neuen Termin für das Messe-Duo Fensterbau Frontale und Holz-Handwerk bekanntgegeben.

Mit Blick auf die rasante Ausbreitung des Coronavirus in der ganzen Welt und insbesondere auch in Deutschland, gerät nun auch der neue Termin im Juni in Gefahr. Zu groß ist vielen Unternehmen das Risiko, dass sich ihrer Mitarbeiter und Standbesucher im Rahmen des Messegeschehens mit dem Virus infizieren und ihn weitertragen.

Schutz von Mitarbeitern und Messegästen

Die ersten Absagen aus den Reihen der Unternehmen erreichten die Redaktion bereits am 12. März, nur drei Tage nach der Bekanntgabe des neuen Termins. Seither erhöht sich die Zahl der Aussteller, die im Juni nicht mehr dabei sein werden und Gebäudehülle darüber informieren, täglich.

Der Tenor ist bei allen Absagen etwa gleichlautend: Die Unternehmen bedauern, dass sie nicht auf der Fensterbau Frontale präsent zu sein können, wichtiger sei aber die Mitarbeiter und Messegäste nicht zu gefährden und die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

Die unten angeführten Unternehmen haben ihre Teilnahme an der Fensterbau Frontale 2020 im Juni bereits abgesagt und Gebäudehülle darüber informiert. Weiter unten folgen Begründungsausschnitte aus den Absage-Mitteilungen der Unternehmen.

Bereits abgesagt haben (Absagetermin):

Roto Frank Fenster- und Türtechnologie GmbH (11.3.)
Schüco International KG (12.3.)
C. R. Laurence of Europe GmbH (12.3.)
Gretsch-Unitas GmbH (12.3.)
profine - International Profile Group (16.3.)
Rehau AG + Co (16.3.)
Raico Bautechnik GmbH (17.3.)
Salamander Industrie-Produkte GmbH (17.3.)
3E Datentechnik GmbH (17.3.)
Heroal - Johann Henkenjohann GmbH & Co. KG (17.3.)
Regel-air Becks GmbH & Co. KG (17.3.)
VEKA AG (18.3.)
Soudal N.V. Deutschland (18.3.)
A+W Software GmbH (19.3.)
Hoppe AG (19.3.)
Renolit SE (19.3.)
Europäischer Verband für Kunststofffensterprofile und verwandte Bauprodukte (EPPA) (19.3)
Siegenia Gruppe (19.3.)
Bohle AG (20.3.)
Swisspacer (20.3.)
Barbaric GmbH (23.3.)
Gealan Fenster-Systeme GmbH (24.3.)
Oknoplast Sp. zo.o. (24.3.)
Horst Klaes GmbH & Co. KG (24.3.)

Erklärungen der Unternehmen

Europäischer Verband für Kunststofffensterprofile und verwandte Bauprodukte (EPPA)
Nachdem zu erwarten ist, dass der Höhepunkt der Ausbreitung noch vor uns liegt, ist völlig ungewiss, ob der Ausweichtermin im Juni überhaupt zu halten ist. Diese Überlegungen und deren Ergebnisse lassen nur einen Schluss zu: die Absage der Messeteilnahme. Das bedeutet, weder der Verband EPPA und die Gütegemeinschaft Kunststoff-Fensterprofilsysteme als Mitaussteller noch seine Mitglieder aluplast, Deceuninck, Gealan, Rehau, Salamander, Schüco, Rehau und Veka sowie darüber hinaus profine werden in Nürnberg im Juni 2020 vertreten sein. „Aufgrund der angespannten Lage ist der Juni-Termin sehr unwahrscheinlich, insofern sollte ein neuer Alternativtermin in fernerer Zukunft gefunden werden“, betont Charlotte Röber, Geschäftsführerin von EPPA.

3E Datentechnik GmbH
"Die Auswirkungen der Pandemie zeigen schon heute deutlich, dass wir unsere Messeziele nicht erreichen werden", betont Gerhard Ebert, Inhaber der 3E Datentechnik GmbH. Vor diesem Hintergrund hat sich das Unternehmen dazu entschlossen, die Teilnahme an der geplanten Fensterbau Frontale vom 16. bis zum 19. Juni 2020 abzusagen. "Diese Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen. Aber nach Abwägung aller Faktoren müssen wir von der Teilnahme absehen. Denn für uns steht der Schutz unserer Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner an erster Stelle."

Die nach wie vor unübersichtliche Lage aufgrund des Coronavirus und der recht zeitnahe Ausweichtermin haben uns zu dieser Entscheidung, die wir sehr bedauern, geführt, erklärt Dominik Hinzen, Geschäftsführer von C.R. Laurence of Europe. Foto: © C. R. Laurence auf Europe
Die nach wie vor unübersichtliche Lage aufgrund des Coronavirus und der recht zeitnahe Ausweichtermin haben uns zu dieser Entscheidung, die wir sehr bedauern, geführt, erklärt Dominik Hinzen, Geschäftsführer von C.R. Laurence of Europe. Foto: © C. R. Laurence auf Europe

C. R. Laurence of Europe GmbH
"Die nach wie vor unübersichtliche Lage aufgrund des Corona-Virus und der recht zeitnahe Ausweichtermin haben uns zu dieser Entscheidung, die wir sehr bedauern, geführt", erklärt Dominik Hinzen, Geschäftsführer von C.R. Laurence of Europe. "Wir haben eine besondere Verantwortung unseren Mitarbeitern und Kunden gegenüber und stellen das gesundheitliche Wohl über alle wirtschaftlichen Erwägungen."

Gretsch-Unitas GmbH
"Angesichts der sich täglich ändernden und beschleunigenden Entwicklung kann allerdings nicht abgeschätzt werden, wie die Lage in drei Monaten sein wird. Das Bundesgesundheitsministerium empfiehlt derzeit Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Menschen abzusagen. Wegen der zu erwartenden Folgen des Coronavirus hat sich die Geschäftsleitung der Unternehmensgruppe Gretsch-Unitas daher am 12. März dazu entschlossen, die diesjährige Messeteilnahme an der Fensterbau Frontale abzusagen."

profine - International Profile Group
"An dem auf Juni 2020 verlegten Messe-Termin der Fensterbau Frontale wird die profine Group nicht als Aussteller teilnehmen. Im Mittelpunkt dieser präventiven Maßnahme steht der Schutz unserer eigenen Kolleginnen und Kollegen sowie unserer Besucher. Denn nicht zuletzt liegt es in unser aller Interesse, eine weitere Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. Darüber hinaus sehen wir es angesichts der allgemeinen Gesamtsituation als organisatorisch nicht praktikabel an, einen Messeauftritt zu dem genannten Zeitpunkt in gewohnter Art und Weise zu realisieren."

Raico Bautechnik GmbH
Die Lage in Europa und der Welt ändert sich minütlich und in besorgniserregender Art und Weise. Ein Land nach dem anderen schließt seine Grenzen und der Freistaat Bayern hat den Katastrophenfall ausgerufen. Die Raico Bautechnik hat nach intensiver Analyse aller verfügbaren Informationen und Prognosen die Entscheidung getroffen, die Teilnahme an der Fensterbau Frontale 16.06.2020 bis 19.06.2020 abzusagen.
"In allen Bereichen sollen Infektionsketten unterbrochen bzw. verlangsamt werden. Wir sehen uns hier als Unternehmen in der klaren Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitern, Partnern, Besuchern und in weiterer Folge aller Familien sowie Angehörigen", erläutern die beiden Geschäftsführer Manfred Hebel und Dr. Stefan Lackner ihre schwierige Entscheidung. "Auch wenn die Fensterau Frontale uns das Messe-Highlight des Jahres gewesen wäre und wir sehr gerne unsere Produkte und Innovationen in Nürnberg präsentiert hätten, so mussten wir uns trotzdem auf der Basis der heutigen Prognosen für eine Absage entscheiden".

Für uns stehen die Gesundheit und Sicherheit von Mitarbeitern, Kunden und Partnern an erster Stelle, erläutert Carsten Heuer, Divisionsleiter Window Solutions und Mitglied der Geschäftsleitung bei Rehau. Foto: © Rehau AG + Co
Für uns stehen die Gesundheit und Sicherheit von Mitarbeitern, Kunden und Partnern an erster Stelle, erläutert Carsten Heuer, Divisionsleiter Window Solutions und Mitglied der Geschäftsleitung bei Rehau. Foto: © Rehau AG + Co

Rehau AG + Co
"Für uns stehen die Gesundheit und Sicherheit von Mitarbeitern, Kunden und Partnern an erster Stelle", erläutert Carsten Heuer, Divisionsleiter Window Solutions und Mitglied der Geschäftsleitung bei Rehau. "Unter Berücksichtigung der behördlichen Bewertung der aktuellen Situation zum Coronavirus und der noch nicht vorhersehbaren weiteren Entwicklung sagen wir die Teilnahme an der Fensterbau Frontale 2020 ab. Mit der Absage treffen wir eine weitreichende Vorsichtsmaßnahme zum Schutz und Wohle der Menschen.
Die wichtigste Aufgabe besteht momentan darin, das Risiko einer weiteren Verbreitung zu minimieren und dem folgen wir konsequent. Wir bedauern diesen Schritt, da die Frontale seit Jahrzehnten für uns eine sehr wichtige Veranstaltung zur persönlichen Präsentation unserer Innovationen und Neuheiten vor unseren Kunden, Partnern und Besuchern war. Allerdings sehen wir die Absage in der jetzigen Situation als alternativlos an, da die Gesundheit und Sicherheit der Menschen für Rehau im Fokus steht."

Natürlich hätten wir Kunden und Interessenten aus der ganzen Welt Mitte März in Nürnberg sehr gerne persönlich an konkreten Beispielen über unsere umfassende Systemkompetenz informiert. Aber Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter und Gäste stehen über allem, erklärt Marcus Sander, Vorsitzender der Geschäftsführung der Roto Frank Fenster- und Türtechnologie. Foto: © Roto Frank Fenster- und Türtechnologie
Natürlich hätten wir Kunden und Interessenten aus der ganzen Welt Mitte März in Nürnberg sehr gerne persönlich an konkreten Beispielen über unsere umfassende Systemkompetenz informiert. Aber Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter und Gäste stehen über allem, erklärt Marcus Sander, Vorsitzender der Geschäftsführung der Roto Frank Fenster- und Türtechnologie. Foto: © Roto Frank Fenster- und Türtechnologie

Roto Frank Fenster- und Türtechnologie GmbH
Marcus Sander, Vorsitzender der Geschäftsführung Roto Frank Fenster- und Türtechnologie (FTT): "Als Global Player macht Roto den Erfolg der Fensterbau Frontale in erster Linie an der Internationalität fest. Wir bewerten in dieser Hinsicht die Ergebnisse unserer internen Recherchen als ernüchternd. Sie ließen befürchten, dass die Zahl unserer internationalen Gäste im Juni im Vergleich zur Vorveranstaltung 2018 drastisch zurückgeht. Die entsprechenden Einschätzungen wurden primär mit erheblichen Zweifeln daran begründet, dass die Entwicklung rund um das Coronavirus eine Reisetätigkeit ohne jegliches Infektionsrisiko ermöglicht. Es kommt für Roto nicht infrage, die Gesundheit von Menschen zu gefährden. Deshalb haben wir uns nach Abwägung aller Faktoren dazu entschlossen, in diesem Jahr an der "Fensterbau Frontale" nicht teilzunehmen."

Salamander Industrie-Produkte GmbH
Götz Schmiedeknecht, CEO der Salamander-Gruppe: "In der vergangenen Woche hat die MesseNürnberg den neuen Termin für die Fensterbau Frontale bekannt gegeben und dafür eine andere Messe im Veranstaltungskalender Corona-bedingt abgesagt. Die Lage im Juni dieses Jahres wird tendenziell so von der Geschäftsführung eingeschätzt, dass diese stark von der Corona-Problematik noch betroffen oder überlagert sein wird und verantwortungsvoll keine unbeschwerte Messe zulässt.
Auf Basis der aktuellen Einschätzung von Salamander ist die Ausrichtung einer Messe im Juni von einem relevanten Risiko für unseren Kunden, Mitarbeitern und Messebesuchern belegt. Daher hat sich die Salamander Industrie-Produkte GmbH entschlossen die Teilnahme zum Juni-Termin abzusagen. "Wir treffen diese Entscheidung nicht leichtfertig. Die Fensterbau Frontale hat für uns einen sehr hohen Stellenwert als internationale Leitmesse und Kommunikationsplattform im persönlichen Kontakt zu unseren Partnern, Kunden und interessierten Besuchern. Zum aktuellen Zeitpunkt ist es jedoch wichtiger umfassende Vorsorgemaßnahmen zu ergreifen, um die Infektionskette des Coronavirus zu unterbrechen. An erster Stelle steht für uns die Gesundheit jedes einzelnen Menschen. Das ist was final wirklich zählt."

Schüco International KG
Als international tätiges Unternehmen verfolgt Schüco derzeit tagesaktuell die besorgniserregende globale Verbreitung des Coronavirus. Bei allen Entscheidungen hat das Unternehmen stets seine Fürsorge- und Vorsorgepflicht im Blick, sowohl direkt gegenüber den eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als auch gegenüber seinen geschätzten Partnern und Gästen weltweit. Ebenso will Schüco durch sein bewusstes Handeln aktiv einen Beitrag leisten, das Risiko einer weiteren Verbreitung des Virus zu minimieren.
Geleitet von den oben genannten Unternehmensgrundsätzen und der derzeitigen Informationslage zum Coronavirus hat Schüco heute seine Teilnahme an der Fensterbau Frontale in Nürnberg abgesagt.
Andreas Engelhardt, persönlich haftender Gesellschafter der Schüco International KG, erläutert: "Wir treffen diese Entscheidung schweren Herzens. Seit vielen Jahren ist die Fensterbau Frontale für uns ein wichtiger Ort, um unsere Partner und Besucher zu treffen und unsere Innovationen persönlich zu präsentieren. Noch wichtiger als das ist für uns jedoch jetzt, sämtliche Vorsorgemaßnahmen zu ergreifen, um die Infektionskette des Coronavirus zu unterbrechen. Der Mensch steht bei uns im Mittelpunkt und Gesundheit sowie Wohlergehen haben oberste Priorität."

Heroal - Johann Henkenjohann GmbH & Co. KG
"Eine Messe lebt vom persönlichen Austausch zwischen den Messebesuchern und unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Da in der derzeitigen, sich ständig wandelnden Situation nicht absehbar ist, wie sich die Lage bis zum verschobenen Messetermin im Juni verändern wird, sehen wir von einer Teilnahme an der Messe ab", so Dr. Theresa Schöne, Marketingleitung bei heroal. "Die Fensterbau Frontale ist eine wichtige Messe für uns, auf der wir gerne unsere Neuheiten präsentiert hätten. In diesen schwierigen Zeiten zählt für uns allerdings vornehmlich die Verantwortung gegenüber allen Beteiligten sowie unser Beitrag dazu, die Verbreitung des Virus einzudämmen."

Veka AG
Der Vorstand der Veka AG hat sich entschlossen, die Messeteilnahme an der diesjährigen Fensterbau Frontale abzusagen. Diese Absage erstreckt sich nicht nur auf den Termin im Juni sondern gilt auch für eventuelle weitere Termine. Diese konsequente Entscheidung ist das Ergebnis der sich in den letzten Wochen zuspitzenden Entwicklungen rund um die Ausbreitung des Coronavirus sowie der Rückmeldungen aus dem eigenen Kundenkreis und der Branche. Die Verschiebung der Fensterbau Frontale in den Juni wurde zunächst noch als Chance gesehen, um nicht gänzlich auf das internationale Branchenhighlight verzichten zu müssen.
Da sich die Situation in Deutschland in den letzten Tagen jedoch dramatisch verändert hat, ist die Verantwortung gegenüber der Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter und Partner über alle anderen Interessen zu stellen. Der Vorstandsvorsitzende der Veka AG, Andreas Hartleif erklärt dazu: "Aus unserer Sicht kann es aktuell keine andere Entscheidung geben. Der Schutz und das gesundheitliche Wohlergehen unserer Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner hat für uns absoluten Vorrang. Selbstverständlich trifft uns diese Maßnahme sehr, denn wir wissen um die Bedeutung der Messe für die gesamte Branche. Das Veka Team hatte sich bereits auf die Präsentation der Ergebnisse ihrer Arbeit aus den letzten Wochen und Monaten gefreut."

Regel-air Becks GmbH & Co. KG
"Grund für die Absage ist die aktuelle weltweite Corona-Krise, die sich derzeit weiter zu verschärfen droht. Die Gesundheit sowohl der Mitarbeiter als auch der Kunden und Besucher genießt bei Regel-air Becks höchste Priorität und erlaubt angesichts der aktuellen Pandemie keine andere Entscheidung. Sollte die Messe noch einmal verschoben werden, wird seitens Regel-air Becks die Lage dann neu beurteilt. Auch bei der Fensterbau/Frontale 2022 will das Unternehmen wieder als Aussteller antreten."

Mehr zum Thema:www.frontale.de

Das könnte Sie auch interessieren: