Die Kooperation Fassadenkompetenz² wurde Anfang des Jahres zwischen der Schöck Bauteile GmbH und dem Spezialisten für Fassadenunterkonstruktionen GIP GmbH geschlossen.

Die Kooperation Fassadenkompetenz² wurde Anfang des Jahres zwischen der Schöck Bauteile GmbH und dem Spezialisten für Fassadenunterkonstruktionen GIP GmbH geschlossen. (Foto: © Schöck Bauteile GmbH)

VECO-Isolink optimiert die vorgehängte hinterlüftete Fassade

FASSADE - Aktuell

November 2019

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Zwei Spezialisten, eine zukunftsweisende Lösung für die vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF): der VECO-Isolink der Kooperation Fassadenkompetenz², eine Partnerschaft der Schöck Bauteile GmbH und der GIP GmbH.

Die Fassade beeinflusst maßgeblich die Energieeffizienz eines Gebäudes. Die vorgehängte hinterlüftete Fassade gilt schon heute als eine wichtige Lösung, um die klimapolitischen Ziele zu erreichen und wachsenden Ansprüche an Energieeffizienz zu erfüllen. Der Grund hierfür liegt in ihrem Aufbau: Wärme- und Witterungsschutz. Tragwerk, Wärmedämmung und Bekleidung werden konsequent getrennt.

So reduziert die VHF beispielsweise den Energieeintrag im Sommer. Sie verhindert, dass sich die Dämmung durch Sonnenbestrahlung aufheizt. Die Stauhitze der dahinter liegenden Luftschicht wird durch den Kamineffekt automatisch abtransportiert. Die Hinterlüftung sorgt zusätzlich dafür, dass eventuelle Feuchtigkeit, die an den Oberflächen im Luftspalt auftritt, ebenfalls abgeführt werden kann.

Zwei Spezialisten, ein System

Der stabförmige Wandhalter – hier im Modell mit Gleitpunkt – besteht aus dem eigens entwickelten Glasfaserverbundwerkstoff Combar. Die punktuellen Wärmeverluste sind dabei so gering, dass pauschale Berechnungsmethoden eine rechnerisch wärmebrückenfreie Konstruktion ergeben. Foto: © Schöck Bauteile GmbH
Der stabförmige Wandhalter – hier im Modell mit Gleitpunkt – besteht aus dem eigens entwickelten Glasfaserverbundwerkstoff Combar. Die punktuellen Wärmeverluste sind dabei so gering, dass pauschale Berechnungsmethoden eine rechnerisch wärmebrückenfreie Konstruktion ergeben. Foto: © Schöck Bauteile GmbH

Fassadenkompetenz² – das ist die neue Kooperation der Schöck Bauteile GmbH (Baden-Baden) und des Fassadenspezialisten GIP GmbH (Braunschweig). Ziel ist es, mit doppeltem Know-how technologisch zukunftsweisende Fassadenlösungen zu entwickeln, die die wachsenden Anforderungen zur Energieeinsparung und Reduzierung von CO2-Emissionen erfüllen.

Gemeinsam wurde die rechnerisch wärmebrückenfreie Unterkonstruktion VECO-Isolink entwickelt. Diese erfüllt bereits jetzt den im Jahr 2021 in Kraft tretenden Niedrigstenergiegebäudestandard. Als zeitgemäße Alternative zu herkömmlichen Unterkonstruktionen aus Aluminium bietet der VECO-Isolink eine energieeffiziente Befestigung von VHF ohne punktuelle Wärmebrücken.

Materialinnovation Schöck Combar

Bei der Pultrusion, dem ersten Schritt des Herstellungsverfahrens von Schöck Combar, werden die hochfesten Glasfasern durch ein Werkzeug gezogen und mit flüssigem Kunstharz imprägniert. Anschließend, in der Profilierung, werden die Rippen in die ausgehärteten Stäbe gefräst und die Stäbe endbeschichtet. Foto: © Schöck Bauteile GmbH
Bei der Pultrusion, dem ersten Schritt des Herstellungsverfahrens von Schöck Combar, werden die hochfesten Glasfasern durch ein Werkzeug gezogen und mit flüssigem Kunstharz imprägniert. Anschließend, in der Profilierung, werden die Rippen in die ausgehärteten Stäbe gefräst und die Stäbe endbeschichtet. Foto: © Schöck Bauteile GmbH

Das System VECO-Isolink verbindet die VHF-Komponenten der Unterkonstruktion VECO von GIP mit dem Isolink Typ TA-S von Schöck. Der Passivhaus zertifizierte Fassadenanker Isolink besteht aus dem hoch innovativen Glasfaserverbundwerkstoff Schöck Combar, dessen Wärmeleitfähigkeit um das 300-Fache niedriger ist als die von Aluminium.

Dank Combar können bei gleichem U-Wert der Außenwand etwa 50 Prozent der Wärmedämmschicht eingespart werden. Folglich lässt sich der Wandaufbau filigraner gestalten und es entsteht im Innenraum des Gebäudes mehr Nutzfläche.

Individuelle Gestaltung

Der aus Glasfaserverbundwerkstoff bestehende Isolink hat eine um das 300-Fache niedrigere Wärmeleitfähigkeit als Aluminium. Foto: © Schöck Bauteile GmbH
Der aus Glasfaserverbundwerkstoff bestehende Isolink hat eine um das 300-Fache niedrigere Wärmeleitfähigkeit als Aluminium. Foto: © Schöck Bauteile GmbH

VHF gehören zu den erfolgreichsten Fassadensystemen, denn sie bieten individuelle Lösungen für den Neubau und die Sanierung. Die VHF überzeugt neben den energetischen Vorteilen auch durch ihre ästhetische Vielseitigkeit. Für die Bekleidung lassen sich Materialien flexibel und grenzenlos einsetzen, so dass jede Fassade individuell und ein Unikat ist.

Die Unterkonstruktion VECO-Isolink erfüllt höchste bauphysikalische Anforderungen und Standards des modernen Bauens, ohne die architektonische Gestaltungsfreiheit dabei einzuschränken – eine Innovation zur freien und energieeffizienten Gestaltung der VHF.

Einfach einbauen, Zeit und Material sparen

Der Isolink Typ TA-S kommt mit einer Verankerungstiefe von nur 40 mm aus. Eine Beschädigung der Betonbewehrung beim Setzen der Bohrlöcher ist dadurch nahezu ausgeschlossen. Foto: © Schöck Bauteile GmbH
Der Isolink Typ TA-S kommt mit einer Verankerungstiefe von nur 40 mm aus. Eine Beschädigung der Betonbewehrung beim Setzen der Bohrlöcher ist dadurch nahezu ausgeschlossen. Foto: © Schöck Bauteile GmbH

Der Isolink Typ TA-S kommt im Vergleich zu Wandhaltern aus Aluminium oder Edelstahl mit einer Bohrloch- und Verankerungstiefe von nur 40 mm in Beton aus. Beim Bohren wird somit die Gefahr reduziert, die Bewehrung des Betons zu treffen.

Da darüber hinaus nur der stabförmige Isolink die Dämmung durchdringt, liegt diese immer vollflächig an der Wand. Auftragende Wandkonsolen oder Thermostopps werden nicht benötigt, sodass zwischen Dämmung und Wand keine Hohlräume entstehen.

Geeignet für Neubau, Sanierung und Passivhausbauweise

Der Isolink Typ TA-S ist vom DIBt zugelassen und erfüllt die Befestigung von VHF der Gebäudeklassen 1-5 der Landesbauordnung. Foto: © Schöck Bauteile GmbH
Der Isolink Typ TA-S ist vom DIBt zugelassen und erfüllt die Befestigung von VHF der Gebäudeklassen 1-5 der Landesbauordnung. Foto: © Schöck Bauteile GmbH

Der Isolink Typ TA-S ist durch seinen hohen Glasanteil von 88 Prozent für schwerentflammbare Fassaden durch das DIBt bauaufsichtlich zugelassen und erfüllt somit die Anforderungen der Landesbauordnungen für die Gebäudeklassen 1 bis 5. In allen Fassadenlastklassen entspricht der Isolink Typ TA-S nach den Vorgaben des Passivhaus Instituts Darmstadt den höchsten Effizienzkriterien phA+.

Mit dem System VECO-Isolink lassen sich so Standardbefestigungen und individuelle Lösungen in Neubauten und bei Bestandssanierungen nach höchsten Energiestandards realisieren.

www.fassadenkompetenz-vhf.com

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